Der Euro hat bei Finanzprofis weltweit trotz Dauerkrise in Europa bislang nicht an Attraktivität eingebüßt. Für das Jahr 2011 kommt die Europäische Zentralbank (EZB) zu dem Schluss: Der Euro habe sich als zweitwichtigste Reservewährung der Welt relativ stabil gezeigt. Der Euro-Anteil an den globalen Fremdwährungsreserven habe nur marginal von 25,4 Prozent Ende 2010 auf 25,0 Prozent Ende vergangenen Jahres abgenommen, führt die Notenbank in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Bericht über die internationale Rolle des Euro aus.
Leitwährung bleibt der US-Dollar, auch wenn dessen relative Bedeutung nach Ansicht vieler Experten allmählich abnimmt. Immer stärker wird nach Einschätzung der EZB der chinesische Renmimbi, der den japanischen Yen als drittwichtigste Reservewährung der Welt ablösen könnte. Vor allem die Eskalation der Schuldenkrise in Europa dämpfte zuletzt das Vertrauen in den Euro. Die Politik ist bemüht, mit grundlegenden Reformen gegenzusteuern./ben/DP/bgf
ISIN EU0009652759
AXC0185 2012-07-11/14:15
