Zürich (ots) - Der britische Hedgefonds Laxey war lange der
grösste Aktionär des Buntmetallherstellers Swissmetal. Ende 2011
verkaufte er sein Paket von 32,9 Prozent und reduzierte seinen Anteil
unter die meldepflichtige Schwelle von 3 Prozent. Seither wird
darüber gerätselt, wer Laxey die Aktien abkaufte.
Bislang hat niemand ein Paket von über 3 Prozent gemeldet. Das ist
der Schweizer Börse nicht geheuer. Laut einem Sprecher der SIX ist es
«praktisch sehr unwahrscheinlich», dass keiner der neuen Aktionäre
eine meldepflichtige Schwelle überschritten habe. Die
Offenlegungsstelle der SIX erstattete deswegen bei der
Finanzmarktaufsicht Anzeige, wie die Finma bestätigt. Die Behörde
klärt jetzt die nächsten Schritte im Rahmen ihrer Marktaufsicht ab.
Die Kleinaktionäre der Swissmetal fühlen sich nicht zuletzt wegen
der Geheimniskrämerei um die Eigentumsverhältnisse vom Verwaltungsrat
rund um Präsident Martin Hellweg über den Tisch gezogen. Dieser habe
Detailinformationen konsequent verweigert. Die Aktionäre orten zudem
Befangenheit des Managements.
Hellweg bemüht sich derzeit darum, einen Käufer für das
Unternehmen in Nachlassstundung zu finden. Heissester Kandidat ist
die chinesische Baoshida. Das Unternehmen hat diese Woche die
Baoshida Schweiz AG mit Sitz in Reconvilier gegründet. Die
Gesellschaft ist mit 1 Million Franken Aktienkapital ausgestattet und
wird von Baoshida-Chef Xingjun Shang präsidiert. Die chinesischen
Manager haben laut Werksmitarbeitern in Dornach das Gelände bereits
inspiziert und den Maschinenpark fotografiert. Neben den Chinesen
sind auch die deutschen Unternehmen Wieland und Knuth als Käufer im
Gespräch.
Auch wenn der Bieterkreis einstweilen enger wird, bleiben die
Hürden für einen erfolgreichen Abschluss hoch. Chemikalien im Boden
erschweren eine allfällige Umzonung des Firmengeländes, etwa für
Wohnzwecke. Eine Sanierung könnte bis zu 12 Millionen Franken
verschlingen.
Originaltext: Handelszeitung
Digitale Medienmappe: http://www.presseportal.ch/de/pm/100009535
Medienmappe via RSS : http://www.presseportal.ch/de/rss/pm_100009535.rss2
Kontakt:
Mehr Informationen erhalten Sie unter der Nummer 043 444 59 00.
grösste Aktionär des Buntmetallherstellers Swissmetal. Ende 2011
verkaufte er sein Paket von 32,9 Prozent und reduzierte seinen Anteil
unter die meldepflichtige Schwelle von 3 Prozent. Seither wird
darüber gerätselt, wer Laxey die Aktien abkaufte.
Bislang hat niemand ein Paket von über 3 Prozent gemeldet. Das ist
der Schweizer Börse nicht geheuer. Laut einem Sprecher der SIX ist es
«praktisch sehr unwahrscheinlich», dass keiner der neuen Aktionäre
eine meldepflichtige Schwelle überschritten habe. Die
Offenlegungsstelle der SIX erstattete deswegen bei der
Finanzmarktaufsicht Anzeige, wie die Finma bestätigt. Die Behörde
klärt jetzt die nächsten Schritte im Rahmen ihrer Marktaufsicht ab.
Die Kleinaktionäre der Swissmetal fühlen sich nicht zuletzt wegen
der Geheimniskrämerei um die Eigentumsverhältnisse vom Verwaltungsrat
rund um Präsident Martin Hellweg über den Tisch gezogen. Dieser habe
Detailinformationen konsequent verweigert. Die Aktionäre orten zudem
Befangenheit des Managements.
Hellweg bemüht sich derzeit darum, einen Käufer für das
Unternehmen in Nachlassstundung zu finden. Heissester Kandidat ist
die chinesische Baoshida. Das Unternehmen hat diese Woche die
Baoshida Schweiz AG mit Sitz in Reconvilier gegründet. Die
Gesellschaft ist mit 1 Million Franken Aktienkapital ausgestattet und
wird von Baoshida-Chef Xingjun Shang präsidiert. Die chinesischen
Manager haben laut Werksmitarbeitern in Dornach das Gelände bereits
inspiziert und den Maschinenpark fotografiert. Neben den Chinesen
sind auch die deutschen Unternehmen Wieland und Knuth als Käufer im
Gespräch.
Auch wenn der Bieterkreis einstweilen enger wird, bleiben die
Hürden für einen erfolgreichen Abschluss hoch. Chemikalien im Boden
erschweren eine allfällige Umzonung des Firmengeländes, etwa für
Wohnzwecke. Eine Sanierung könnte bis zu 12 Millionen Franken
verschlingen.
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