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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2-

DJ LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

MÄRKTE AKTUELL (18.09 Uhr)

INDEX                  Stand    +-% 
Euro-Stoxx-50       2.250,75   -0,05% 
Stoxx-50            2.434,96   -0,24% 
DAX                 6.577,64   +0,18% 
FTSE                5.629,09   -0,59% 
CAC                 3.176,97   -0,09% 
DJIA               12.776,44   +0,39% 
S&P-500             1.358,44   +0,35% 
Nasdaq-Comp.        2.904,39   +0,26% 
Nasdaq-100          2.586,32   +0,36% 
Nikkei-225          8.755,00   +0,35% 
EUREX                  Stand    +-Ticks 
Bund-Future           144,98   +14 
 
 

FINANZMARKT USA

Die Hoffnungen der Märkte wurden nicht erfüllt - US-Notenbankpräsident Ben Bernanke hat bei der Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats keine Hinweise auf weitere geldpolitische Lockerungen gegeben. Die Folge sind Kursverluste an Wall Street und ein fester Dollar. Auch die leicht erhöhte Industrieproduktion für den Monat Juni lieferte kein Indiz für eine weitere Geldmengenausweitung durch die US-Notenbank. Daneben sind die Blicke der Investoren vor allem auf die an Fahrt gewinnende Berichtssaison gerichtet. Goldman Sachs setzte hier den Reigen positiver Ergebnis-Überraschungen unter den US-Banken fort. Nach J.P.Morgan, Wells Fargo und Citigroup hat nun auch Goldman die Markterwartung deutlich übertroffen. Die Aktie dreht nach anfänglichen Gewinnen dennoch mit dem Gesamtmarkt ins Minus und verliert 0,1 Prozent. Coca-Cola klettern dagegen um 0,7 Prozent, nachdem die Zahlen des Getränkegiganten etwas besser als erwartet ausgefallen sind. Der Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson verdiente im zweiten Quartal wegen Sondereffekten daggen fast die Hälfte weniger als im Vorjahr. Zudem verfehlte der Konzern mit dem Umsatz die Vorhersagen. Die Aktie verliert 0,7 Prozent.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen (Prognose Gewinn/Aktie in Klammern):

22:01 Intel Corp, Ergebnis 2Q (0,52 USD)

22:05 Yahoo! Inc, Ergebnis 2Q (0,23 USD)

FINANZMÄRKTE EUROPA

Nachdem die europäischen Börsen im Tagesverlauf deutlich im Plus notiert hatten, setzte US-Notenbankpräsident Ben Bernanke am Nachmittag dann den entscheidenden Impuls. Er enttäuschte die Hoffnungen des Marktes auf weitere geldpolitische Maßnahmen, woraufhin die Indizes ins Minus fielen. Auch den Euro schickte Bernanke auf Talfahrt. Die Aussagen wurden im Handel dahingehend interpretiert, dass die Notenpresse nicht so schnell angeworfen wird. Dies bedeutet für den Aktienmarkt, dass ein erhoffter Nachfrageimpuls zunächst ausbleibt. Damit setzten an den Aktienmärkten die Verkäufe ein. Da keine frischen Dollar gedruckt werden, wertet das der Devisenmarkt positiv für den Greenback.

DEVISEN

DEVISEN  zuletzt  '+/- %  Di, 8.20 Uhr  Mo, 18.00 Uhr 
EUR/USD   1,2234  -0,39%        1,2282         1,2261 
EUR/JPY  96,6900  -0,26%       96,9412        96,6451 
EUR/CHF   1,2010   0,00%        1,2011         1,2010 
USD/JPY  79,0340   0,13%       78,9330        78,8280 
GBP/USD   1,5612  -0,25%        1,5651         1,5633 
 
 

FINANZMÄRKTE OSTASIEN

Hoffnungen auf wirtschaftliche Stimuli in China und den USA haben den asiatischen Aktienmärkten am Dienstag Auftrieb gegeben. Bankenaktien waren in der ganzen Region gesucht, nachdem am Montag die Citigroup - ebenso wie am Freitag J.P. Morgan - überzeugende Quartalszahlen vorgelegt hatte. HSBC stiegen um 1,5 Prozent und zeigten sich damit unbeeindruckt davon, dass der US-Senat der Bank vorwirft, sie habe das Finanzsystem für Terroristen, Drogenhändler und Geldwäscher geöffnet. Aktien japanischer Exportunternehmen litten unter der Aufwertung des Yen. Sony fielen um 3,4 Prozent, zusätzlich belastet von einer Kurszielsenkung der Deutschen Bank. Canon reagierten mit einem Abschlag von 3,1 Prozent auf die Gewinnwarnung von Lexmark. Stromversorger wurden von der Diskussion um die Nutzung von Atomkraft in Japan gedrückt. Rio Tinto büßten 1,2 Prozent ein. Der Bergbaukonzern hatte seine Prognosen für die Förderung von Kohle und Kupfer gesenkt.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR

Gewerkschaft ruft Lufthansa-Kabinenpersonal zu Urabstimmung auf

Der Deutschen Lufthansa steht womöglich ein Streik des Kabinenpersonals ins Haus. Die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat ihre Mitglieder zur Urabstimmung aufgerufen, nachdem es im Streit um Leiharbeit, Fremdbereederung und Vergütung zu keiner Annäherung zwischen den Parteien gekommen war. Zuletzt habe die Lufthansa einen Lösungsvorschlag der UFO abgelehnt, ohne in den letzten vier Monaten ein eigenes Angebot vorgelegt zu haben, teilte die Gewerkschaft mit.

Metro will weitere 900 Arbeitsplätze abbauen - dapd

Der Handelskonzern Metro will bei seinen Töchtern für Logistik, Immobilien und interne IT-Dienstleistungen jede elfte Stelle streichen. Bei den Gesellschaften Metro Logistik, Metro Properties und Metro Systems sollten bis spätestens 2015 rund 900 von derzeit weltweit gut 11.000 Stellen abgebaut werden, teilte das Unternehmen mit. In Deutschland würden bei den drei Gesellschaften am Standort Düsseldorf 200 Stellen entfallen.

Karstadt-Mitarbeiter von Stellenabbau bedroht

Die Hiobsbotschaften für die Mitarbeiter im deutschen Einzelhandel reißen nicht ab. Nach der Insolvenz der Drogeriemarktkette Schlecker mit mehr als 20.000 Entlassungen will nun auch die deutschen Kaufhauskette Karstadt Stellen streichen. Knapp zwei Jahre nach seiner Rettung will der Kaufhof-Konkurrent 2.000 seiner mehr als 24.400 Arbeitsplätze abbauen.

Munich-Re-Chef fordert Möglichkeit zur Aufspaltung von Großbanken

Der Chef des weltgrößten Rückversicherers Munich Re hat sich für die Zerschlagung von Großbanken ausgesprochen. Er sei ein Freund des Trennbankensystems, Investmentbanken müssten vom übrigen Bankengeschäft abgekoppelt werden, sagte Nikolaus von Bomhard zu Journalisten. Angeschlagene Institute müssten dann auch pleitegehen können. "Ein 'too big to fail' darf es nicht geben", sagte der Manager, ohne jedoch einzelne Institute beim Namen nennen zu wollen.

Hamborner REIT AG bringt Kapitalerhöhung erfolgreich unter

Dem Immobilienunternehmen Hamborner REIT AG ist seine im Juni angekündigte Kapitalerhöhung geglückt. Es seien 11,4 Millionen Aktien für netto insgesamt 71,5 Millionen Euro platziert worden, teilte das Duisburger Unternehmen mit. Damit wurde der maximale Betrag der angekündigten Kapitalerhöhung ausgenutzt. Auch der Preis liegt mit 6,50 Euro je neuer Aktie im Rahmen der Ankündigung. Mit dem Emissionserlös sollen der Erwerb weiterer Immobilien finanziert und die strategische Flexibilität des Duisburger Unternehmens erhöht werden.

Thomas Sedran wird Interim-Chef bei Opel

Der deutsche Sanierungsexperte Thomas Sedran soll dem Autobauer Opel für eine gewisse Zeit den Weg aus der Krise weisen. Der Manager, der GM und Opel schon seit 2009 bei der Restrukturierung berät und der seit Anfang des Jahres als Strategievorstand für Opel arbeitet, übernimmt interimsweise die Aufgaben von Karl-Friedrich Stracke, der vergangene Woche seinen Posten bei der europäischen GM-Tochter räumen musste.

Coca-Cola wächst trotz Rückschlag in Europa weiter

Der Brausehersteller Coca-Cola ist weiter auf Wachstumskurs. Dank höherer Absätze steigerte der US-Konzern seine Umsätze im zweiten Quartal leicht. Getragen wurde das Wachstum vom Auslandsgeschäft, auf dem Heimatmarkt tritt der Getränkeproduzent dagegen auf der Stelle. Wegen der andauernden Wirtschaftsflaute in Europa musste die Traditionsmarke auch in Europa einen Rückschlag hinnehmen. Hier gingen sowohl Absatz als auch Umsatz zurück, wie das Unternehmen mitteilte.

Goldman Sachs übertrifft trotz Einbußen die Erwartungen

Die US-Banken strafen die Prognostiker Lügen. Obwohl Marktbeobachter angesichts der europäischen Schuldenkrise eine wenig erfreuliche Berichtssaison für die amerikanischen Institute vorhergesagten, hat nach J.P. Morgan, Citigroup und Wells Fargo nun mit Goldman Sachs auch eine Investmentbank ordentliche Zahlen vorgelegt. Zwar kann das Institut nicht ganz an den Gewinn aus dem Vorjahr anknüpfen, die Erwartungen der Analysten im Vorfeld waren aber wesentlich zurückhaltender.

Johnson & Johnson wird nach Gewinn-Halbierung pessimistischer

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat im zweiten Quartal wegen Sondereffekten einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Akquisitionskosten und höhere Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten drückten auf das Ergebnis, ungünstige Wechselkurse schmälerten die Einnahmen. Die im April erhöhte Jahresprognose kassierte der Konzern wieder und erwartet nun sogar einen noch geringeren Gewinn als vor der Anhebung.

Motorola und Apple scheitern mit Tablet-Klagen in Düsseldorf

Der Patentstreit zwischen Motorola und Apple um das Design des Tablet-PCs Xoom ist in Deutschland vorerst beendet. Sowohl der iPad-Produzent als auch Konkurrent Motorola mussten vor dem Düsseldorfer Landgericht eine Niederlage einstecken. Die Elektronikhersteller hatten sich dort gegenseitig verklagt.

Samsung setzt Einkaufstour auch in Großbritannien fort

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

July 17, 2012 12:16 ET (16:16 GMT)

Der südkoreanische Konzern Samsung Electronics stärkt sein Standbein bei Chips für mobile Geräte wie Smartphones oder Tablet-PCs. Die Südkoreaner übernehmen für 310 Millionen US-Dollar die Mobiltechnik-Sparte des britischen Halbleiterkonzerns Cambridge Silicon Radio und bleiben damit auf Expansionskurs. Die Transaktion soll im vierten Quartal diesen Jahres abgeschlossen sein. In einer Geste des guten Willens kauft der Großkonzern aus Seoul außerdem noch für 34 Millionen Dollar Aktien des britischen Unternehmens. Beide Deals sollen die Zusammenarbeit von Samsung und Cambridge Silicon Radio intensivieren.

Shell droht Rekordstrafe von 5 Mrd Dollar wegen Ölpest in Nigeria

Dem Ölkonzern Shell droht in Nigeria wegen einer Ölpest vor der Küste des westafrikanischen Landes eine Rekordstrafe von 5 Milliarden US-Dollar. Die von lokalen Behörden geforderte Entschädigungssumme stellt die für ähnliche Ölkatastrophen in Brasilien oder den USA drohenden Strafen deutlich in den Schatten.

Notheis scheidet aus Vorstand von Morgan Stanley aus

Der in der EnBW-Affäre umstrittene Investmentbanker Dirk Notheis ist aus der Bank Morgan Stanley ausgeschieden. Notheis hatte sein Amt zunächst ruhen lassen und erklärt, er nehme eine "Auszeit". Er habe inzwischen die Bank endgültig verlassen, bestätigte eine Sprecherin der Bank entsprechende Berichte von Frankfurter Allgemeine Zeitung und Stuttgarter Zeitung.

=== 
DJG/reh/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

July 17, 2012 12:16 ET (16:16 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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