Frankfurt am Main - Ein weiteres Novum in der Schuldenkrise: Erstmals überhaupt verdient Deutschland bei der mittelfristigen Schuldenaufnahme Geld. Was vor der Euro-Schuldenkrise pure Normalität war - dass Anleger also Zinsen verlangen, wenn sie dem Staat Geld leihen - wird damit zusehends ad absurdum geführt. Doch das ist mittlerweile der Preis, wenn man als Investor in den "sicheren Hafen" Deutschlands einlaufen möchte. Eine Aufstockung einer zweijährigen Schatzanweisung ergab am Mittwoch einen Effektivzins von minus 0,06 Prozent, wie die Bundesbank in Frankfurt mitteilte. Es ist das erste Mal überhaupt, dass eine herkömmliche Staatsanleihe - also Papiere mit Laufzeiten von zwei Jahren und mehr - eine negative Rendite abwirft. Zwar war es dem Bund bisher schon mehrmals gelungen, Schulden zum Negativzins aufzunehmen. Allerdings handelte es sich hierbei immer um kurzlaufende Geldmarktpapiere mit Laufzeiten von unter einem Jahr. Bund verdient mit Schulden Geld Das Auktionsergebnis bedeutet, dass der Bund für die Kreditaufnahme nicht nur keine Zinsen mehr zahlen muss, sondern sogar einen Überschuss erzielt. Umgekehrt legen Anleger drauf, obwohl sie dem Bund für zwei Jahre ihr Geld leihen. Dennoch blieb die Nachfrage nach ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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