Der Kurs des Euro
"Der Blick der Finanzmärkte hat sich wieder verstärkt auf die Eurozone gerichtet", sagte Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte bei der Commerzbank. Vor den Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem US-Senat am Dienstag habe man stärker auf die Entwicklung in den USA geschaut. Jetzt sei nach einer zwischenzeitlichen Konsolidierung wieder der Euro stärker in den Fokus der Märkte geraten. "Offenbar etwas missverstandene Aussagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Eurokrise und Gerüchte über eine mögliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Österreich wurden als Anlass für Euroverkäufe genutzt", sagte Leuchtmann.
Der Eurokurs dürfte laut Leuchtmann in den kommenden Tagen weiter moderat unter Druck bleiben. "Es gibt eine Reihe von Risiken in der Eurozone, wie das ausstehende Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Rettungsschirm ESM." Einen Fall unter die Marke von 1,20 US-Dollar erwartet Leuchtmann aber zunächst nicht. Denn immer wieder dürften auch die Probleme und die sehr expansive Geldpolitik der USA die Aufmerksamkeit der Märkte auf sich ziehen.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse
für einen Euro auf 0,78400 (0,78615) britische Pfund
ISIN EU0009652759
AXC0198 2012-07-18/17:00
