Madrid (BoerseGo.de) - Die Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen sind auf ein neues Rekordniveau geklettert. Die Prämie, die der spanische Staat Anlegern für seine Staatsanleihen im Vergleich zu den deutschen Titeln zahlen muss, stieg zum Handelsschluss am Mittwoch auf 575 Basispunkte, 17 Basispunkte mehr als am Vortag. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Anleihen kletterte auf 6,96 Prozent und damit knapp unter die kritische Marke von 7,0 Prozent.
Mehr und mehr scheint sich herauszukristallisieren, dass der letzte Woche von der Regierung in Madrid beschlossene Sparplan in Höhe von 65 Milliarden Euro die Märkte nicht beruhigen kann. Experten zufolge haben Investoren ihre Zweifel, dass es der spanischen Regierung gelingen wird, die autonomen Regionen zu mehr Haushaltsdisziplin zu zwingen. Die Regionen waren im letzten Jahr für fast ZweiDrittel des hohen Staatsdefizits von 8,9 Prozent verantwortlich.
