Der Luft- und Raufahrtkonzern EADS hat im zweiten Quartal den Konzernüberschuss nahezu vervierfacht - von rund 121 Millionen Euro auf 458 Millionen Euro. Und auch der Umsatz kann zulegen. EADS erlöst im zweiten Quartal 12,0 Prozent mehr und steigert den Umsatz auf 13,53 Milliarden Euro. "Die Börse feiert zurecht, das war schon ein sehr erfreuliches Zahlenwerk", sagt Roger Peeters, Vorstand von Close Brothers Seydler Research. Laut Peeters lagen die Zahlen über den Erwartungen. Einziger Wehrmutstropfen: Der Langstreckenflieger A350 kommt später als gedacht. Trotzdem schraubte der neue EADS-Chef Tom Enders die Prognose für das laufende Jahr herauf: Eine noch stärker brummende Flugzeugproduktion soll Umsatz und Gewinn in neue Höhen katapultieren. Der Kabel- und Bordnetzspezialist Leoni hat seine Umsatz- und Gewinnprognose nach unten eingegrenzt. Der Grund ist das schwache zweite Quartal: Das EBIT ging um ein Viertel zurück, Leoni erreichte auf Basis vorläufiger Zahlen ein EBIT von etwa 51 Millionen Euro - nach 68 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Hier spielten auch viele Sondereffekte eine Rolle", sagt Roger Peeters, Vorstand von Close Brothers Seydler Research. "Aber sicherlich ist da auch nicht alles rund gelaufen bei Leoni." Das Zahlenwerk sei im Rahmen der Erwartungen geblieben, so Peeters. Etliche Unternehmen aus der zweiten Reihe haben in dieser Woche Quartals- und Halbjahreszahlen vorgelegt. Karl Fickel von Lupus Alpha Asset Management hat vor allem die Software AG überzeugt: "Die Zahlen waren sehr ansprechend." Die hohen Erwartungen seien vom Unternehmen noch übertroffen worden. Enttäuscht zeigt sich der Experte jedoch von Kontron, das Unternehmen sei eine "Dauerbaustelle". Wenig überzeugen kann derzeit auch die Solarbranche.
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