"Wir sind ganz klar auf Wachstumskurs, sowohl beim Umsatz als auch auf der
Ertragsseite", erklärt Detlef Borghardt, Vorstandsvorsitzender der
SAF-Holland AG (WKN A0M U70) im Gespräch mit dem AKTIONÄR.
Nachdem im Vorjahr der Turnaround gelungen ist, rechnet der AKTIONÄR mit
einem Umsatzanstieg auf 865 Millionen Euro (Vorjahr: 831,1 Millionen) sowie
einem Gewinn von 0,75 Euro je Aktie. 2013 könnten dann schon über 900
Millionen Euro Umsatz und ein Gewinn von mindestens 0,83 je Aktie in den
Büchern stehen.
Breite Aufstellung
Was zeichnet die Gesellschaft aus? "Die großen Schwankungen innerhalb der
europäischen Truckindustrie berühren uns kaum, da dieser Bereich nur rund
vier Prozent unseres Gesamtumsatzes ausmacht", erklärt Borghardt, "Wir
agieren in volatilen Märkten, können dies aber durch unsere breite,
weltweite Aufstellung sowohl bei den Kunden und Produkten als auch in den
Märkten gut kompensieren", führt der Vorstand aus. Der SDAX-Konzern agiert
als Hersteller und Anbieter von hochwertigen Systemen und Bauteilen für
Nutzfahrzeuge (Truck und Trailer). Das Produktprogramm umfasst im
Wesentlichen Achssysteme, Sattelkupplungen, Stützwinden und Königszapfen.
Viele Produkte sind Verschleißteile, daher generiert SAF-Holland bereits
rund ein Viertel seiner Umsätze im Service- und Ersatzteilgeschäft
(Aftermarket). Dieses Segment war im Vorjahr mit einer EBIT-Marge von über
15 Prozent der profitabelste Bereich. Hier spielt der Gesellschaft die Krise
in Europa sogar ein wenig in die Karten. Grund: Die
Nutzfahrzeug-Flottenbetreiber kaufen zwar weniger neue Produkte, die
bestehende Flotte wird dafür jedoch deutlich länger auf der Strasse
gelassen.
Langfristige Bindung
Trotz guter Zahlen und aussichtreichem Ausblick kann sich die Aktie nicht
nachhaltig von ihren Tiefstständen lösen. In den letzten Wochen wurde jeder
Versuch, eine neue Aufwärtsbewegung zu starten, abverkauft. Anleger haben
dabei aber oft Äpfel mit Birnen verglichen und den Titel getreu dem Motto
"Mercedes macht Kurzarbeit, dann muss man die SAF-Aktie verkaufen" wieder
abgestoßen. Ein Fehler! Doch wie kann sich das ändern? Borghardt und Co
müssen weiter operativ gute Arbeit machen und Investoren von den Qualitäten
der Gesellschaft überzeugen - und langfristig an das Unternehmen binden.
Dazu könnte auch die Aufnahme einer Dividendenauszahlung beitragen. Die
Eigenkapitalquote liegt mittlerweile wieder über 37 Prozent. Zum Vergleich:
Ende 2010 lag diese noch bei rund fünf Prozent. "Wenn wir hier über 40
Prozent liegen, könnten wir uns vorstellen, bis zu 40 bis 50 Prozent des
verfügbaren Ergebnisses auszuschütten", so der Vorstand. Das wäre dann
frühestens im April nächsten Jahres für das Geschäftsjahr 2012 möglich.
Klar unterbewertet
Der Newsflow war zuletzt sehr positiv: Ende der vergangene Woche wurde
bekannt, dass die Gesellschaft die seit 2008 bestehende
Finanzierungsvereinbarung mit einem neuen Konsortialkredit vorzeitig
abgelöst hat. Damit wurde mit verbesserten Bedingungen und höherer
Flexibilität, die zukünftige Geschäftsentwicklung und Wachstumsstrategie
langfristig bis 2017 abgesichert. Passend dazu hat sich in Europa und
Nordamerika ein hoher Ersatzbedarf aufgestaut, der nun sukzessive
abgearbeitet werden dürfte. Die BRIC-Staaten, insbesondere Brasilien und
China, sorgen für zusätzliche Fantasie. Damit ist die Aktie mit einem
2013er-KGV von 6 absolut günstig bewertet. Es ist somit nur eine Frage der
Zeit, bis sich die Aktie nachhaltig von ihren Tiefstständen lösen kann.
Mehr Informationen, Nachrichten und Empfehlungen finden Sie im Internet
unter www.deraktionaer.de
+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum
Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS
/ HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter www.deraktionaer.de +++ (END) Dow Jones NewswiresOctober 08, 2012 05:42 ET (09:42 GMT)
Ertragsseite", erklärt Detlef Borghardt, Vorstandsvorsitzender der
SAF-Holland AG (WKN A0M U70) im Gespräch mit dem AKTIONÄR.
Nachdem im Vorjahr der Turnaround gelungen ist, rechnet der AKTIONÄR mit
einem Umsatzanstieg auf 865 Millionen Euro (Vorjahr: 831,1 Millionen) sowie
einem Gewinn von 0,75 Euro je Aktie. 2013 könnten dann schon über 900
Millionen Euro Umsatz und ein Gewinn von mindestens 0,83 je Aktie in den
Büchern stehen.
Breite Aufstellung
Was zeichnet die Gesellschaft aus? "Die großen Schwankungen innerhalb der
europäischen Truckindustrie berühren uns kaum, da dieser Bereich nur rund
vier Prozent unseres Gesamtumsatzes ausmacht", erklärt Borghardt, "Wir
agieren in volatilen Märkten, können dies aber durch unsere breite,
weltweite Aufstellung sowohl bei den Kunden und Produkten als auch in den
Märkten gut kompensieren", führt der Vorstand aus. Der SDAX-Konzern agiert
als Hersteller und Anbieter von hochwertigen Systemen und Bauteilen für
Nutzfahrzeuge (Truck und Trailer). Das Produktprogramm umfasst im
Wesentlichen Achssysteme, Sattelkupplungen, Stützwinden und Königszapfen.
Viele Produkte sind Verschleißteile, daher generiert SAF-Holland bereits
rund ein Viertel seiner Umsätze im Service- und Ersatzteilgeschäft
(Aftermarket). Dieses Segment war im Vorjahr mit einer EBIT-Marge von über
15 Prozent der profitabelste Bereich. Hier spielt der Gesellschaft die Krise
in Europa sogar ein wenig in die Karten. Grund: Die
Nutzfahrzeug-Flottenbetreiber kaufen zwar weniger neue Produkte, die
bestehende Flotte wird dafür jedoch deutlich länger auf der Strasse
gelassen.
Langfristige Bindung
Trotz guter Zahlen und aussichtreichem Ausblick kann sich die Aktie nicht
nachhaltig von ihren Tiefstständen lösen. In den letzten Wochen wurde jeder
Versuch, eine neue Aufwärtsbewegung zu starten, abverkauft. Anleger haben
dabei aber oft Äpfel mit Birnen verglichen und den Titel getreu dem Motto
"Mercedes macht Kurzarbeit, dann muss man die SAF-Aktie verkaufen" wieder
abgestoßen. Ein Fehler! Doch wie kann sich das ändern? Borghardt und Co
müssen weiter operativ gute Arbeit machen und Investoren von den Qualitäten
der Gesellschaft überzeugen - und langfristig an das Unternehmen binden.
Dazu könnte auch die Aufnahme einer Dividendenauszahlung beitragen. Die
Eigenkapitalquote liegt mittlerweile wieder über 37 Prozent. Zum Vergleich:
Ende 2010 lag diese noch bei rund fünf Prozent. "Wenn wir hier über 40
Prozent liegen, könnten wir uns vorstellen, bis zu 40 bis 50 Prozent des
verfügbaren Ergebnisses auszuschütten", so der Vorstand. Das wäre dann
frühestens im April nächsten Jahres für das Geschäftsjahr 2012 möglich.
Klar unterbewertet
Der Newsflow war zuletzt sehr positiv: Ende der vergangene Woche wurde
bekannt, dass die Gesellschaft die seit 2008 bestehende
Finanzierungsvereinbarung mit einem neuen Konsortialkredit vorzeitig
abgelöst hat. Damit wurde mit verbesserten Bedingungen und höherer
Flexibilität, die zukünftige Geschäftsentwicklung und Wachstumsstrategie
langfristig bis 2017 abgesichert. Passend dazu hat sich in Europa und
Nordamerika ein hoher Ersatzbedarf aufgestaut, der nun sukzessive
abgearbeitet werden dürfte. Die BRIC-Staaten, insbesondere Brasilien und
China, sorgen für zusätzliche Fantasie. Damit ist die Aktie mit einem
2013er-KGV von 6 absolut günstig bewertet. Es ist somit nur eine Frage der
Zeit, bis sich die Aktie nachhaltig von ihren Tiefstständen lösen kann.
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