Anzeige
Mehr »
Dienstag, 09.06.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Pentagon in Alarmbereitschaft? Dieser Rohstoff könnte jetzt Gold in den Schatten stellen
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
435 Leser
Artikel bewerten:
(0)

MÄRKTE EUROPA/Kurz vor dem großen Wurf nehmen Anleger Gewinne mit

Von Benjamin Krieger

Nach drei starken Börsentagen haben Anleger am Dienstag Gewinne mitgenommen. Die Kurse gaben europaweit nach, der Euro-Stoxx-50 verlor 0,6 Prozent auf 2.326 Zähler. Die zuletzt vom EZB-Präsidenten Mario Draghi und von europäischen Spitzenpolitikern geschürte Erwartung eines großen Wurfes bei der EZB-Sitzung am Donnerstag konnte die Börsen nicht mehr beflügeln. Die Kursverluste reichten von 0,2 Prozent in Wien über 0,9 Prozent in Madrid und Paris bis zu 1,8 Prozent in Brüssel. Der DAX hielt sich mit einem Mini-Verlust von 2 Punkten auf 6.772 noch recht gut.

Am Mittwochabend wird sich die Federal Reserve zur Zins- und Geldpolitik äußern, einen Tag später ist die Europäische Zentralbank am Zuge. "Die Märkte haben heute eine vorsichtigere Haltung eingenommen vor dem Treffen der Fed morgen", sagte Ishaq Siddiqi, Stratege von ETX Capital in London. Die Märkte seien "sich selbst ein wenig voraus".

Auch als sich am Nachmittag der französische Staatspräsident Francois Hollande in die Phalanx der Euro-Retter einreihte, konnte das die Kurse nicht mehr befeuern. Sie drehten Richtung Süden, allen voran die zuletzt stark gestiegenen Bankenkurse. Nach einer Rally von fast 16 Prozent in den vergangenen drei Börsentagen gaben Banken im Schnitt um 1,9 Prozent nach.

Robuste US-Daten nicht gut, sondern schlecht für Aktien

Am Nachmittag wurden in den USA eine Reihe von Konjunkturdaten veröffentlicht, die laut Siddiqi "überraschenderweise ein freundlicheres Bild von der US-Konjunktur zeichnen". So stiegen im Mai die Häuserpreise zum zweiten Mal in Folge, und das Vertrauen der US-Konsumenten stieg im Juli auf ein Dreimonatshoch. "Normalerweise würden solche Zahlen von den Märkten positiv aufgenommen. Aber nicht in einem Markt, der nur nach frischer Liquidität von den Zentralbanken hungert", erklärte der Stratege die Kursverluste trotz solider Konjunkturzahlen.

Am Euro-Rentenmarkt legten die Kurse den zweiten Tag in Folge zu, nachdem sie in der vergangenen Woche regelrecht eingebrochen waren. Der Bund-Future, ein umsatzstarker Terminkontrakt auf deutsche Bundesanleihen, stieg um fast einen Prozentpunkt auf 144,48 Prozent. Der Euro pendelte wie schon am Montag und Freitag zum US-Dollar um die Marke von 1,23 Dollar.

Schwache Ergebnisse machen UBS zum größten Tagesverlierer

An den Aktienbörsen dominierten die Quartalsergebnisse der Unternehmen wieder klar das Geschehen. Größter Kursverlierer unter Europas Blue-Chips waren UBS mit einem Abschlag von fast sechs Prozent. Die Krise hat die Schweizer Großbank fest im Griff. Wegen der Zurückhaltung der Kunden enttäuschte sie im zweiten Quartal auf ganzer Linie und schlug für den weiteren Jahresverlauf pessimistische Töne an.

Aktien der Deutsche Bank schlossen ebenso wie Commerzbank-Aktien leicht im Plus. Die Deutsche Bank will 1.900 Stellen abbauen und hat eigenen Angaben zufolge Möglichkeiten zur Stärkung des Kapitals in Höhe von 29 Milliarden Euro ausgemacht. Die Commerzbank will ihr Engagement in Osteuropa weiter zurückfahren, was erst einmal Geld kosten dürfte.

In Madrid gaben Aktien der Großbank BBVA um knapp ein Prozent nach. Rückstellungen im Zusammenhang mit der geplatzten spanischen Immobilienblase ließen den Gewinn der Bank unerwartet stark einbrechen.

Infineon, Metro und Bayer sind nach Zahlen ein "Kauf"

Nach überraschend starken Quartalsergebnissen zogen Aktien von Infineon um 6,7 Prozent an und Metro-Aktien um 3 Prozent. Auch Bayer waren nach guten Zahlen vor allem im Geschäft mit Agrarchemie gesucht und stiegen um 1,2 Prozent. Von nachlassender Umsatzdynamik sprachen dagegen Analysten beim zweiten Quartal von Hugo Boss, die Papiere fielen um 5,5 Prozent. Trotz solider Quartalsergebnisse fielen Papiere von HeidelbergCement um 1,9 Prozent.

Dem italienischen Autobauer Fiat macht die Krise auf dem europäischen Automarkt zunehmend zu schaffen. Nur die guten Geschäfte ihrer US-Tochter Chrysler bewahrten die Italiener im zweiten Quartal vor einem Verlust. An der Mailänder Börse gerieten Fiat unter Druck, waren zeitweise vom Handel ausgesetzt und schlossen 4,4 Prozent leichter.

In Brüssel verloren Aktien des Bierbrauers Anheuser-Busch Inbev 3,2 Prozent. Mit einem Umsatz von knapp zehn Milliarden Euro und einem operativen Gewinn von rund 3,6 Milliarden Euro blieb der Produzent von Biermarken wie Beck's, Hasseröder Pilsener und Löwenbräu unter den Konsensschätzungen von Analysten.

In London verbilligten sich Aktien von BP um 4,2 Prozent. Der britische Ölkonzern muss sich wie seine Wettbewerber vorerst von den Traumgewinnen vergangener Jahre verabschieden. Neben fallenden Öl- und Gaspreisen drücken die Briten hohe Wertberichtigungen und Probleme bei einem Bohrprojekt in Alaska.

.=== 
.           Index          Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
.                             stand      absolut         in %          seit 
.                                                              Jahresbeginn 
Europa      Euro-Stoxx-50   2325,72       -14,59        -0,6%           0,4 
.           Stoxx-50        2478,54       -19,58        -0,8%           4,6 
.           Stoxx-600        261,38        -2,56        -1,0%           6,9 
Frankfurt   XETRA-DAX       6772,26        -1,80        -0,0%          14,8 
London      FTSE-100        5635,28       -58,35        -1,0%           1,2 
Paris       CAC-40          3291,66       -29,05        -0,9%           4,2 
Amsterdam   AEX              326,47        -2,18        -0,7%           4,5 
Athen       ATHEX-20         216,66        -0,46        -0,2%         -18,2 
Brüssel     BEL-20          2274,84       -41,07        -1,8%           9,2 
Budapest    BUX            17408,02      -243,46        -1,4%           2,6 
Helsinki    OMXH-25         1947,74       -23,23        -1,2%           0,3 
Kopenhagen  OMXC-20          484,14        -0,87        -0,2%          24,2 
Lissabon    PSI 20          4684,82         3,26        +0,1%         -14,7 
Madrid      IBEX-35         6801,80       -63,70        -0,9%         -21,3 
Mailand     FTSE-MIB       13890,99       -87,05        -0,6%          -7,9 
Moskau      RTS             1387,55       -11,70        -0,8%           0,4 
Oslo        OBX              392,54        -2,52        -0,6%           9,8 
Prag        PX               891,30       -14,80        -1,6%          -2,2 
Stockholm   OMXS-30         1068,16         2,02        +0,2%           8,1 
Warschau    WIG-20          2185,67        -5,01        -0,2%           1,9 
Wien        ATX             2014,80        -4,31        -0,2%           6,5 
Zürich      SMI             6399,27        -3,11        -0,0%           7,8 
 
 
DEVISEN  zuletzt  '+/- %  Di, 8.29 Uhr  Mo, 18.15 Uhr 
EUR/USD   1,2307   0,37%        1,2262         1,2251 
EUR/JPY  96,1576   0,25%       95,9191        95,8329 
EUR/CHF   1,2011   0,00%        1,2012         1,2011 
USD/JPY  78,1440  -0,10%       78,2250        78,2120 
GBP/USD   1,5676  -0,20%        1,5708         1,5695 
 

Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@dowjones.com

DJG/bek/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 31, 2012 12:49 ET (16:49 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Software-Aktien vor, die besonders aussichtsreich positioniert sind – mit starker Marktstellung, attraktiver Bewertung und hohem Aufholpotenzial.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Software-Rebound Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.