Die Ratingagentur Moody's hat die Bonität Sloweniens wegen des strauchelnden Bankensektors gesenkt. Sie bewertet die Kreditwürdigkeit des Landes jetzt mit der Note "Baa2" nach zuvor "A2", wie Moody's am späten Donnerstagabend mitteilte. Das slowenische Bankensystem brauche zur Sanierung frisches Geld und die Refinanzierungskosten für die Regierung stiegen, begründete die Ratingagentur die Entscheidung. Außerdem sei die slowenische Wirtschaft von einer anhaltenden Schwäche geprägt und anfällig für externe Schocks. Deshalb behält Moody's auch seinen negativen Ausblick bei.
Die Moody's-Experten rechnen damit, dass die Regierung für die Rettung der angeschlagenen Banken Kapital in Höhe von 2 bis 8 Prozent der Wirtschaftsleistung nachschießen muss, was die Verschuldung deutlich in die Höhe triebe. Doch schon jetzt kämpft Ljubljana mit einer hohen Neuverschuldung. Im vergangenen Jahr nahm der Staat neue Kredite im Umfang von 6,4 Prozent der Wirtschaftsleistung auf und damit weit mehr als die in der Eurozone festgelegten 3 Prozent.
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August 03, 2012 01:17 ET (05:17 GMT)
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