Das kann sich auch Nikolai Tietze, Zertifikate-Experte der Deutschen Bank dbx-markets vorstellen: "Wir halten sogar die 1.900 Euro für möglich". Als Gründe gelten vor allem die Käufe von Staatsanleihen durch die Notenbanken und die damit verbundenen Inflationsgefahren. Kemal Bagci, Zertifikateexperte der RBS argumentiert vorsichtiger: "Kurzfristig ist ein Preisanstieg von zehn Prozent nach dem Überwinden des charttechnischen Widerstandes beim Goldpreis durchaus drin, längerfristig sehen wir jedoch deutlich niedrigere Preise, vor allem wenn sich die Euro-Schuldenkrisen löst." Wer kurzfristig steigende Preise nutzen möchte, sollte an Knock-out-Produkte mit Hebel denken. "Der Basispreis sollte deutlich unter das Ausbruchsniveau, also bei 1450 Dollar je Feinunze, gesetzt werden" empfiehlt Tietze. Für sicherheitsbewusste langfristig orientierte Anleger bieten sich noch Exchange Traded Commodities (ETC) an, die in der Regel physisch mit Gold besichert sind, das sich der Anleger auch ausliefern lassen kann. "Als ultimative Sicherheit gegen die großen Krisen hat Gold weiterhin seine Berechtigung", so Kemal Bagci.
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.
Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.
Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.
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Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen,
bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen
Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu
verstehen sein kann.