Der Euro
In einem fundamental ruhigen Umfeld erklärten Händler die zuletzt festere Verfassung des Euro mit leichten Entspannungssignalen in der Schuldenkrise. So bestehe immer noch die Hoffnung, dass die EZB mit neuen Interventionen die Lage an den Anleihemärkten unter Kontrolle bringe. Zum anderen deuten Äußerungen nicht zuletzt aus der deutschen Politik darauf hin, dass dem größten Euro-Sorgenkind Griechenland möglicherweise etwas mehr Zeit bei Haushaltskonsolidierung und Reformen gegeben wird.
"Im Grunde ist seit der Ankündigung der EZB, abermals am europäischen Anleihemarkt zu intervenieren, nicht viel passiert", sagte Devisenexperte Volker Weber von M.M. Warburg. Vor gut drei Wochen hatte EZB-Chef Mario Draghi signalisiert, kurzlaufende Anleihen krisengeschüttelter Staaten kaufen zu wollen, soweit sich die Länder unter den Rettungsschirm EFSF flüchten. Am vergangenen Wochenende hatte das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, die EZB erwäge, die Renditeaufschläge von Anleihen finanzschwacher Länder zu begrenzen. Länder wie Spanien und Italien leiden nicht nur unter einer sehr schwachen Konjunktur, sondern auch unter hohen Refinanzierungskosten.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse
für einen Euro auf 0,78785 (0,78835) britische Pfund
ISIN EU0009652759
AXC0205 2012-08-22/16:53
