MÄRKTE AKTUELL (18.15 Uhr)
INDEX Stand +-% Euro-Stoxx-50 2.452,73 -1,51% Stoxx-50 2.539,96 -1,22% DAX 7.017,75 -1,01% FTSE 5.778,99 -1,34% CAC 3.461,65 -1,47% DJIA 13.142,41 -0,46% S&P-500 1.409,21 -0,28% Nasdaq-Comp. 3.063,35 -0,13% Nasdaq-100 2.772,40 +0,01% Nikkei-225 9.131,74 -0,28% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 142,56% +74
FINANZMARKT USA
An den US-Aktienmärkten geben die Kurse bei sehr ruhigem Geschäft nach. Vor Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Sitzung der US-Notenbank am Abend und dem Treffen des Vorsitzenden der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, mit dem griechischen Ministerpräsident Antonis Samaras wolle sich niemand zu weit aus der Deckung wagen, heißt es im Handel. "In Europa nehmen die Politiker die Arbeit wieder auf und die dortigen Probleme landen wieder auf dem Radar der Investoren", sagt Marktstratege Quincy Krosby von Prudential Financial. Auf der Unternehmensseite drücken die schwachen Ergebnisse des Computerbauers Dell etwas auf die Stimmung. Die Aktie verliert knapp sieben Prozent.Die erneute Verunsicherung unter Anlegern ist besonders am US-Anleihemarkt erkennbar, denn dort geht es mit den Notierungen deutlich nach oben. Die Rendite zehnjähriger Titel fällt auf 1,75 Prozent. Am Devisenmarkt zeigt sich der Euro erstaunlich fest. Die Gemeinschaftswährung steigt auf ein neues Sechswochenhoch und handelt bei 1,2471 Dollar. Hier stützt weiterhin die Hoffnung auf eine Besserung in der Eurokrise. Der Ölpreis zeigt sich relativ stabil: Ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI steigt leicht auf 97,19 Dollar, gestützt von gefallenen US-Lagerbeständen. Auf Wochensicht war hier mit einem moderaten Anstieg gerechnet worden.
AUSBLICK UNTERNEHMEN
In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen (Prognose Gewinn/Aktie in Klammern):
22:05 Hewlett-Packard Co, Ergebnis 3Q, (0,98)
AUSBLICK KONJUNKTUR +
- US
20:00 Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC),
Protokoll der Sitzung vom 31. Juli/1. August
FINANZMÄRKTE EUROPA
In den kommenden Tagen und Wochen hat der Aktienmarkt einige Klippen zu nehmen. Investoren haben Sorge, dass dies nicht ohne Blessuren vonstatten geht, und nehmen Gewinne mit. Sollten die Risiken in der Eurozone wieder höher eingestuft werden, könnten sie später wieder billiger am Aktienmarkt einsteigen. Die möglichen Gefahren sind für die Investoren bereits alte Bekannte. Einmal mehr geht es um Griechenland. Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras will die Kreditgeber seines Landes bitten, dem Land zwei Jahren mehr für das Erreichen seiner Haushaltsziele zu geben. Nach Aussage informierter Personen glaubt Samaras, dass sich dieses Frist ohne zusätzliche Kredite von EU und Internationalem Währungsfonds erreichen lässt. Damit nicht genug. In der kommenden Woche steht das Treffen der wichtigsten Notenbanker in dem amerikanischen Jackson Hole an. Dort gehaltene Reden der Notenbanker brachten in den vergangenen Jahren die Kapitalmärkte teils kräftig in Bewegung. Wer das Risiko möglicher Überraschungen nicht mittragen möchte, trennt sich von seinen Aktien.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 7,50 Uhr Di, 18.41 Uhr EUR/USD 1,2471 0,07% 1,2463 1,2471 EUR/JPY 98,7561 -0,05% 98,8071 99,0645 EUR/CHF 1,2009 -0,02% 1,2011 1,2010 USD/JPY 79,1900 -0,12% 79,2815 79,4300 GBP/USD 1,5801 0,10% 1,5784 1,5783
FINANZMÄRKTE OSTASIEN
Nach negativen Vorgaben der US-Börsen überwogen auch in Asien moderate Kursverluste. Für Zurückhaltung sorgte die im späteren Tagesverlauf anstehende Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank. Vorsicht herrschte auch mit Blick auf eine Reihe von geplanten Gesprächen des griechischen Ministerpräsidenten Samaras mit hochrangigen EU-Politikern. Etwas auf die Stimmung drückten schwache Geschäftszahlen des US-Computerbauers Dell sowie das Handelsbilanzdefizit Japans im Juli. Letzteres sei zwar erwartet worden, es rufe den Marktakteuren aber nochmal in Erinnerung, dass die Exporte Japans unter der konjunkturellen Verlangsamung in China und den USA litten, betonte Fumiyuki Nakanishi, verantwortlich für Investment und Research bei SMBC Friend Securities. Wenig Bewegung gab es am Devisenmarkt. Dass auch die schwache japanische Handelsbilanz den Dollar nicht beflügelte, führten Devisenhändler auf Dollar-Verkäufe japanischer Exporteure zurück. In der gesamten Region wurden daneben Stahlaktien verkauft, nachdem Analysten zuletzt gewarnt hatten, China könnte angesichts sinkender Preise die Stahlproduktion erhöhen.
+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR
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Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck stärkt seine Laborsparte Millipore mit einer kleineren Übernahme in Deutschland.
RWE scheitert mit Verkauf der Stadtwerke-Tochter Süwag
Der Energiekonzern RWE bleibt auf seiner Stadtwerke-Tochter Süwag sitzen. Der Versorger konnte sich mit dem aus Kommunen und kommunalen Versorgern bestehenden Bieterkonsortium nicht auf einen Preis einigen, wie die Bieter mitteilten.
Regierung rechnet trotz Dissens mit Einigung bei Wind-Haftungsregelung
Die Bundesregierung erwartet trotz der Differenzen zwischen den Ministerien kurzfristig eine Einigung bei der Haftungsfrage für Offshore-Windanlagen auf hoher See. "Wir sind allesamt zuversichtlich, dass es möglich sein wird, eine Lösung zu erreichen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Deswegen sollte auch der ins Auge gefasste Kabinettsbefassungstermin kommenden Mittwoch eingehalten werden.
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Der angeschlagene Solaranlagenbauer centrotherm setzt seinen Sanierungsprozess fort. Im Zuge der Konzentration auf das Kerngeschäft stellt das Unternehmen nun den Betrieb in seiner Wiener Niederlassung ein.
BaFin testet Widerstandsfähigkeit der Bausparkassen
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wird im Herbst die Widerstandsfähigkeit der deutschen Baufinanzierer hinsichtlich des Zinsrisikos prüfen. Ein BaFin-Sprecher sagte, solche Zinsrisikoumfragen seien Routine und würden von der Behörde schon seit einigen Jahren häufiger durchgeführt. Es sei keine europaweite Übung.
DJG/reh
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August 22, 2012 12:18 ET (16:18 GMT)
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