Von Christian Grimm
Selbst wenn Spanien vollständig unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen müsste, hätte das keinen Einfluss auf die Bonität des Landes. Das teilte die Ratingagentur Standard & Poor's mit und verwies auf die größeren Erfolgschancen für die wirtschaftliche Sanierung des Landes nach einem solchen Schritt. Bisher versucht die Regierung um Ministerpräsident Mariano Rajoy den Gang nach Brüssel unter allen Umständen zu vermeiden, um weiterhin souverän entscheiden zu können.
Für die bis zu 100 Milliarden Euro schwere Rettung der spanischen Banken durch den Rettungsschirm EFSF musste Rajoy zwar Auflagen akzeptieren. Sie sind aber nicht so streng wie etwa für Griechenland, Irland und Portugal.
"Wir glauben, dass die günstigeren Bedingungen nach einer kompletten Rettung die Chancen erhöhen könnten, dass die ehrgeizige und herausfordernde Reformagenda erfolgreich sein kann", heißt es in der Erklärung von S&P. Die Bonitätswächter gehen aber auch davon aus, dass der Widerstand in Spanien auf der Ebene von Regionen und Kommunen gegen die Sparpolitik Madrids wachsen wird. Derzeit hat das angeschlagene Euro-Mitglied die Bonitätsnote "BBB+" mit negativem Ausblick.
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August 22, 2012 12:24 ET (16:24 GMT)
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