Das US-Unternehmen Anbaric prüft einem Magazinbericht zufolge einen Einstieg in das deutsche Stromnetz des Betreibers Tennet. Etwa 4 Milliarden US-Dollar will der US-Investor Anbaric hierzulande in das Stromnetz des niederländischen Betreibers investieren, berichtet die Wirtschaftswoche aus dem Umfeld des niederländischen Wirtschaftsministerium.
Anbaric-Chef Edward Krapels werbe derzeit nicht nur beim niederländischen Wirtschaftsminister Maxime Verhagen für sein Konzept, sondern auch bei Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler. Tennet ist im Besitz des niederländischen Staates.
Anbaric habe in vielen Projekten an der Ostküste der USA Erfahrungen mit Unterwasserleitungen gesammelt und verlegte über Land sogenannte HGÜ-Leitungen, die technisch aufwendig sind, aber hohe Spannungsschwankungen bei der Durchleitung von Strom aushalten, der aus Solaranlagen oder Windkraftanlagen gewonnen wird. Dieses Wissen ist auch bei der Energiewende in Deutschland gefragt.
Bei Tennet und dem Bundeswirtschaftsministerium war zunächst niemand zu erreichen.
Tennet ist unter anderem für die Anbindung der geplanten Meereswindparks in der Deutschen Bucht verantwortlich. Das Unternehmen hatte vor gravierenden Finanzierungsengpässen gewarnt, die den Ausbau in Frage stellen könnten, und kam dadurch erheblich unter Druck.
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September 30, 2012 10:46 ET (14:46 GMT)
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