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MÄRKTE EUROPA/Milliarden für Athen drücken DAX auf Dreiwochenhoch

(Wiederholung)

Von BENJAMIN KRIEGER

Griechenland erhält 44 Milliarden Euro und die Börsen erhalten hiervon einen neuen Anschub. Der DAX steigt um 0,6 Prozent auf 7.338 Punkte, das ist der höchste Stand seit drei Wochen. Der Euro-Stoxx-50 legt um 0,6 Prozent auf 2.558 Zähler zu. Nach langem Hin und Her haben sich Griechenlands Gläubiger in der Nacht zum Dienstag auf einen neuen Schuldenpakt für Griechenland geeinigt. Die Summe soll in drei Tranchen ausgezahlt werden, es bleiben jedoch viele Fragen offen.

Griechenland wird sich noch ein paar Wochen gedulden müssen. Erst Anfang nächsten Jahres soll die erste der verzögerten Kreditraten ausgezahlt werden. Und die Schecks hängen weiterhin davon ab, dass Griechenland das vereinbarte Sparprogamm auch umsetzt. "In den nächsten Tagen könnte ein Rest Unsicherheit aufkommen. Denn der deutsche Bundestag muss im Eilgalopp den neuen Maßnahmen zustimmen", gibt Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank zu bedenken.

Der Euro kann denn auch kaum von der Einigung profitieren. Kurz nach Mitternacht, als aus Brüssel der Pakt gemeldet wurde, stieg die Gemeinschaftswährung zum US-Dollar auf ein Dreiwochenhoch von 1,3009 Dollar. Wenig später fiel der Euro jedoch wieder unter 1,30 Dollar. Auch zum Pfund Sterling hat der Euro leicht abgewertet. Am Euro-Rentenmarkt sind zehnjährige Bundesanleihen auf den tiefsten Stand seit drei Wochen gefallen.

Auch am Aktienmarkt könnten sich die prognostizierten Kursgewinne im Verlauf des Handels in Luft auflösen, sagen Händler. Denn mit dem Anstieg des DAX von fünf Prozent in der vergangenen Woche hätten Investoren bereits früh darauf gesetzt, dass Griechenland eine weitere Hilfe erhält. Am Nachmittag dürften Konjunkturzahlen aus den USA zum Schrittmacher für die Börsen werden. Veröffentlicht werden Daten zum Immobilienmarkt, zu Auftragseingängen und zur Stimmung der Konsumenten.

Von der Einigung auf weiteres Geld für Athen profitieren vor allem die Bankenaktien. Papiere der Commerzbank steigen um 3,3 Prozent und die der Deutschen Bank um 1,8 Prozent.

Kursbewegende Nachrichten zu Unternehmen werden angesichts des nahen Jahresendes immer seltener. Der Telekomsektor muss als einziger Sektor Kursverluste hinnehmen. Die Rating-Agentur Moody's hat gewarnt, dass der Umsatz in der Branche im kommenden Jahr zurückgehen dürfte und dass die am schlimmsten betroffenen Unternehmen womöglich das Kapital erhöhen müssten. Aktien der Deutschen Telekom, von France Telecom und Telecom Italia geben zwischen 0,3 und 1,5 Prozent nach.

Aktionäre von Borussia Dortmund können sich über eine Dividende von sechs Euro-Cent je Aktie freuen. Mit gut zwei Prozent bleibt die Rendite allerdings überschaubar. Ein Sieg der Borussia am Samstag beim Spitzenreiter Bayern München dürfte den Fans und vielen Aktionären aber ohnehin wichtiger sein. Die Aktie handelt trotz des Dividendenabschlags etwas fester.

DEVISEN   zuletzt  +/- %  0.00 Uhr  Mo, 18.37 Uhr 
EUR/USD    1,2973  -0,2%    1,2995         1,2966 
EUR/JPY  106,6400  +0,0%  106,6312       106,4504 
EUR/CHF    1,2042  +0,0%    1,2039         1,2039 
USD/JPY   82,2110  +0,2%   82,0590        82,1100 
GBP/USD    1,6025  -0,0%    1,6033         1,6020 
 

Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@dowjones.com

DJG/bek/cln

(END) Dow Jones Newswires

November 27, 2012 03:33 ET (08:33 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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