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MÄRKTE EUROPA/Verschnaufpause an der Börse - Software AG brechen ein

Von Thomas Leppert

Am Aktienmarkt wird am Dienstag im frühen Handel eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Derzeit fehlen flankierende Nachrichten, die eine weitere Aufwärtsbewegung stützen würden. An der Wall Street endete am Vortag die acht Tage anhaltende Gewinnserie im S&P-500-Index. Zudem mahnt eine steigende Volatilität zur Vorsicht. Das Kursbarometer DAX notiert 0,1 Prozent fester bei 7.843 Punkten, der Euro-Stoxx-50 legt leicht auf 2.746 Punkte zu.

Bei den Einzelwerten stehen die Aktien der Software AG im Fokus. Mit Enttäuschung werden die Quartalszahlen des Unternehmens aufgenommen. Sowohl die Lizenzerlöse als auch die Umsätze seien etwas schwächer gewesen, sagt Analyst Oliver Finger von der DZ Bank. Die Aktie der Software AG bricht um knapp acht Prozent ein. Unter der Entwicklung leidet auch etwas die SAP-Aktie, die um 0,2 Prozent zurückkommt. Die Technologiewerte stellen mit einem Minus von 0,4 Prozent den schwächsten Sektor in Europa.

Für die Marktstrategen der Credit Agricole geht die Bereitschaft, ein höheres Risiko einzugehen, zurück. "Nachdem unser Risiko-Barometer die vergangenen Wochen eine steigende Risikobereitschaft signalisierte, ist es nun auf ein neutrales Niveau zurückgefallen", so Mitul Kotecha, Analyst bei der französischen Investmentbank.

Der Wechsel von Anleihen- in Aktienmärkte scheint an Tempo zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund tritt die Sitzung der US-Notenbank in den Fokus. Der US-Arbeitsmarkt ist weiterhin sehr fragil, daher wird im Handel zu diesem frühen Zeitpunkt nicht damit gerechnet, dass die Notenbanker von ihrer aktuellen Geldpolitik abweichen. Am Abend startet die zweitägige Sitzung.

Mit dem Abflauen der Eurokrise legt die Kauflust der Bundesbürger wieder zu. "Die deutschen Verbraucher starten mit neuem Optimismus in das Jahr 2013", stellen die Konsumforscher der GfK-Gruppe fest. Zum ersten Mal nach drei Monaten verbessert sich das Konsumklima wieder leicht. Im MDAX legt die Metro Aktie um 0,4 Prozent auf 22,93 Euro zu.

Fundamental stützt der positive Verlauf der Berichtssaison in den USA den Markt. Wie die Deutsche Bank anmerkt, haben bislang 75 Prozent aller US-Unternehmen in der laufenden Berichtssaison die Gewinnerwartungen des Marktes übertroffen. Beeindruckend ist aber vor allem die Entwicklung bei den Umsätzen. Hier liegt die Quote bei 68 Prozent - und damit viel höher als im Vorquartal.

In Europa kommt die Berichtssaison so langsam ins Laufen. Am Morgen hatte bereits Philips Zahlen vorgelegt. Operativ ging es deutlich aufwärts, auch der Umsatz des Siemens Wettbewerbers legte in den drei Monaten per Ende Dezember zu. Getragen wurde das Wachstum von allen von drei Geschäftsbereichen. Für das laufende Jahr gibt sich Philips zuversichtlich, die Ziele zu erfüllen. Die Aktie notiert in Amsterdam kaum verändert bei 21,92 Euro.

Die Aktien von Jenoptik stehen trotz guter Zahlen unter Abgabedruck. Mit Blick auf das Kursminus von 2,2 Prozent auf 8,29 Euro ist im Handel von Gewinnmitnahmen die Rede. Die Zahlen seien wie erwartet gut ausgefallen, setzten aber nach der guten Entwicklung der Aktie kein Kurspotenzial mehr frei. Vielmehr lösten einige Anleger teilweise Positionen auf.

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DEVISEN   zuletzt  +/- %  0.00 Uhr  Mo, 17.31 Uhr 
EUR/USD    1,3453  +0,0%    1,3448         1,3467 
EUR/JPY  121,7994  -0,1%  121,9132       122,1648 
EUR/CHF    1,2435  -0,2%    1,2460         1,2477 
USD/JPY   90,5350  -0,1%   90,6615        90,7115 
GBP/USD    1,5712  +0,1%    1,5691         1,5693 
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@dowjones.com

DJG/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

January 29, 2013 04:06 ET (09:06 GMT)

Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.

© 2013 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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