Berlin (ots) - Ruhiger Handel bestimmte heute das Bild an den
deutschen Märkten. Der niedrigere Ölpreis sorgte für Entspannung, der
deutsche Leitindex Dax konnte die 4.400-Punkte-Marke halten.
In Berlin gehörten wieder einmal die Aktien von Medec (WKN 726
156) zu den stärker gehandelten Papieren. Nach elf
Preisfeststellungen gab der Kurs um etwas über fünf Prozent nach.
Nach gestern 0,175 Euro kosteten die Anteilsscheine heute am frühen
Nachmittag 0,166 Euro, das Tagestief von 0,156 Euro konnte zunächst
überwunden werden.
In den Fokus rückten auch Frontline (WKN 885 094), deren Kurs
heute um fast 0,8 Prozent auf 38,70 Euro je Aktie nachgab. Auf dem
Parkett wurde vermutet, dass der Aktienkurs des Logistikunternehmens
mit Heimatbörse Hongkong weiterhin unter dem Urteil der indonesischen
Business Competition Supervisory Commission (KPPU) leidet, die
Frontline Mitte März u. a. des unfairen Wettbewerbs in Zusammenhang
mit einem Kaufangebot für Tanker für schuldig befunden hatte.
Frontline bestreitet die Vorwürfe und kündigte laut der Zeitung The
Jakarta Post (Ausgabe vom 5. April) an, das Urteil anzufechten.
Nach oben kletterte der Kurs der Aktien von Infineon (WKN 623
100). Offensichtlich honorierte die Börse heute die weitere
Konzentration des Chipkonzerns auf sein Kerngeschäft. So verkauft das
Unternehmen den Großteil seiner Sparte für optische Netze an das US-
amerikanische Unternehmen Exar. Über den Preis schwiegen sich beide
Parteien aus. Obwohl der Verkauf nur ein "winzig-kleines Geschäft"
sei, wurde es von den Analysten von JP Morgan positiv beurteilt. In
Berlin verteuerten sich Infineon-Aktien um 1,8 Prozent auf 7,47 Euro.
"Fondsvermögen pro Kopf gestiegen" titelte heute die
Börsen-Zeitung. Laut BVI komme auf jeden Deutschen statistisch
gesehen ein Fondsvermögen von durchschnittlich 5.600 Euro, so das
Blatt weiter. Wenig überraschend also, dass im Fondssegment der
Berliner Börse auch zum Wochenausklang lebhaft gehandelt wurde.
Besonders beliebt waren heute die Flagschiffe der Fondsbranche. Zu
den umsatzstärkeren Fonds zählten u. a. der Kanam Grundinvest (WKN
679 180) sowie der DWS Vermögensbildungsfonds I (WKN 847 652).
Während ersterer bei unverändertem Anteilswert notierte, verteuerten
sich die Fondsanteile des DWS Vermögensbildungsfonds I um 0,5 Prozent
auf 79,72 Euro.
Ebenfalls rege gehandelt wurde der Pictet Funds Biotech P (WKN 988
562), der mit einem Anteilswertzuwachs von fast fünf Prozent zu den
heutigen Gewinnern zählte und damit offensichtlich im Trend lag.
Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung von heute zufolge befindet
sich die Biotechnologie-Branche in einer Erholungsphase. Das Blatt
beruft sich dabei auf den neuesten Biotech-Report Bayern. Die von der
bayerischen Interessenvertretung Bio-M erstellte Studie
prognostiziert für 2005 für die 93 in der Region München ansässigen
Biotech-Firmen einen Umsatz in Höhe von 250 Millionen Euro.
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Originaltext: Börse Berlin-Bremen
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