WASHINGTON (Dow Jones)--Der italienische Notenbankpräsident Antonio Fazio ist am Wochenende erneut unter hohen politischen Druck geraten und hat die gemeinsame Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank vorzeitig verlassen. Ursprünglich war Fazio für Sonntag als Redner vor einem Ausschuss der Weltbank vorgesehen. Wirtschafts- und Finanzminister Giulio Tremonti habe ihm allerdings untersagt, vor diesem Ausschuss zu sprechen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA unter Berufung auf Weltbankkreise.
Die Rivalen Tremonti und Fazio vertraten in Washington zwar die italienische Delegation, ignorierten sich allerdings hartnäckig. Sie unterließen es auch, die traditionell gemeinsame Pressekonferenz zusammen abzuhalten.
Fazio steht aufgrund seiner Rolle beim Übernahmewettstreit um eine italienische Geschäftsbank seit Wochen stark unter Druck. Dabei soll er ausländische Bieter benachteiligt haben. Kritiker werfen ihm in diesem Zusammenhang vor, die Glaubwürdigkeit der Banca d'Italia stark beschädigt zu haben. Zuletzt rief ihn Ministerpräsident Silvio Berlusconi zum Rücktritt auf.
-Von Luca Di Leo, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 / 29 725-310, konjunktur.de@dowjones.com
DJG/chv/ank -0-
Die Rivalen Tremonti und Fazio vertraten in Washington zwar die italienische Delegation, ignorierten sich allerdings hartnäckig. Sie unterließen es auch, die traditionell gemeinsame Pressekonferenz zusammen abzuhalten.
Fazio steht aufgrund seiner Rolle beim Übernahmewettstreit um eine italienische Geschäftsbank seit Wochen stark unter Druck. Dabei soll er ausländische Bieter benachteiligt haben. Kritiker werfen ihm in diesem Zusammenhang vor, die Glaubwürdigkeit der Banca d'Italia stark beschädigt zu haben. Zuletzt rief ihn Ministerpräsident Silvio Berlusconi zum Rücktritt auf.
-Von Luca Di Leo, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 / 29 725-310, konjunktur.de@dowjones.com
DJG/chv/ank -0-
© 2005 Dow Jones News
