WASHINGTON (Dow Jones)--Die Deutsche Bundesbank hat sich mit Blick auf die Diskussion um eine Neuaufteilung der Quoten innerhalb des Internationalen Währungsfonds (IWF) für eine faires Vorgehen ausgesprochen. Es gebe im IWF über- und unterrepräsentierte Länder, sagte Bundesbankpräsident Axel Weber am Sonntag vor Journalisten in Washington. Allerdings seien Deutschland und Europa unterrepräsentiert, sofern man sich an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit orientiere.
Zugleich verwahrte sich die Bundesbank dagegen, die Neuaufteilung der Quoten allein als Angelegenheit zwischen Europa und Asien zu betrachten. "Es besteht die Tendenz - auch in den USA - das Thema so zu betrachten, dass sich die Europäer mit den Asiaten einigen müssten. So einfach ist das aber nicht", erklärte Bundesbank-Vizepräsident Jürgen Stark. Weber sagte, eine "ad-hoc-Quotenerhöhung" könne mittelfristig ein Weg sein, um zu einer gerechteren Gewichtung zu gelangen. Allerdings dürfe es nicht zu einer deutlichen Verschiebung der Quoten kommen.
Die Hauptquelle für die Finanzmittel des IWF sind die Quoten - ein Pool von Ressourcen, bestehend aus den Kapitalsubskriptionen, die die einzelnen Mitgliedsländer eingezahlt haben. Beim Beitritt zum IWF bezahlt jedes Mitgliedsland einen Geldbetrag, die sogenannte "Quote", die regelmäßig überprüft wird und letztlich die Anzahl der Stimmen der Mitglieder bei den IWF-Beschlüssen festlegt. Die Gruppe der 24 Schwellen- und Entwicklungsländer G-24 hatte jüngst erneut eine geänderte Methode zur Verteilung der Stimmrechte und Mittel bei IWF und Weltbank verlangt.
-Von Christian Vits, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 / 29 725-310, christian.vits@dowjones.com
DJG/chv -0-
Zugleich verwahrte sich die Bundesbank dagegen, die Neuaufteilung der Quoten allein als Angelegenheit zwischen Europa und Asien zu betrachten. "Es besteht die Tendenz - auch in den USA - das Thema so zu betrachten, dass sich die Europäer mit den Asiaten einigen müssten. So einfach ist das aber nicht", erklärte Bundesbank-Vizepräsident Jürgen Stark. Weber sagte, eine "ad-hoc-Quotenerhöhung" könne mittelfristig ein Weg sein, um zu einer gerechteren Gewichtung zu gelangen. Allerdings dürfe es nicht zu einer deutlichen Verschiebung der Quoten kommen.
Die Hauptquelle für die Finanzmittel des IWF sind die Quoten - ein Pool von Ressourcen, bestehend aus den Kapitalsubskriptionen, die die einzelnen Mitgliedsländer eingezahlt haben. Beim Beitritt zum IWF bezahlt jedes Mitgliedsland einen Geldbetrag, die sogenannte "Quote", die regelmäßig überprüft wird und letztlich die Anzahl der Stimmen der Mitglieder bei den IWF-Beschlüssen festlegt. Die Gruppe der 24 Schwellen- und Entwicklungsländer G-24 hatte jüngst erneut eine geänderte Methode zur Verteilung der Stimmrechte und Mittel bei IWF und Weltbank verlangt.
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