Der israelische Generika-Hersteller Teva
Pharmaceuticals
Europas drittgrößter Pharmakonzern AstraZeneca prüft den Antrag des Konkurrenten und hat eigenen Angaben zufolge großes Vertrauen in den Patentschutz seines Schizophrenie-Medikaments Seroquel. Das Medikament ist noch bis zum Jahr 2012 patentgeschützt. Die Analysten der WestLB räumen AstraZeneca gute Chancen ein und erwarten, dass eine billigere Generika-Version zu dem Kassenschlager nicht vor Mitte 2008 auf den Markt kommt. Die im FTSE-100 gelistete AstraZeneca erzielte 2004 mit ihrem zweitwichtigsten Medikament einen Umsatz von 2,027 Milliarden Dollar.
Für Analyst Max Herrmann von der niederländischen Großbank ING war der Antrag von Teva Pharmaceuticals keine Überraschung. "Wir haben bereits damit gerechnet, dass über kurz oder lang ein Antrag auf eine Nachahmerversion gestellt wird", sagte Herrmann. Schätzungen von Morgan Stanley besagen, dass Seroquel in den kommenden sechs Jahren 20 Prozent zum Umsatzwachstum beisteuern soll.
ASTRA HAT 45 TAGE ZEIT, KLAGE EINZUREICHEN
AstraZeneca hat nun 45 Tage Zeit, um eine Klage auf Patentverletzung einzureichen. Danach muss die US-Gesundheitsbehörde den Antrag von Teva erst mal auf Eis legen, entweder bis zu einem positiven Gerichtsentscheid für den israelischen Konkurrenten oder für 30 Monate, wenn das Gerichtsverfahren länger dauert.
AstraZeneca selbst wolle im kommenden Jahr eine Version von Seroquel auf den Markt bringen, die nur noch einmal täglich eingenommen werden muss, was im Vergleich zu der heutigen Darreichungsform von zweimal täglich ein Vorteil wäre, sagte Analyst Herrmann weiter./ep/ne/she
ISIN GB0009895292 IL0006290147
AXC0134 2005-09-28/15:00
