Berichte über eine ungewöhnlich milde Witterung in den USA haben den Ölpreis am Dienstag weiter unter der Marke von 60 Dollar gehalten. Leichtes US-Öl der Sorte WTI kostete im Nachmittagshandel 59,79 US-Dollar und damit sechs Cent mehr als bei Handelsschluss am Vorabend in New York. An der Rohstoffbörse in London notierte der Preis für Nordsee-Öl der Sorte Brent bei 58,16 Dollar und damit 6 Cent über dem Vortagesschluss.
In dieser Woche sei die Nachfrage nach Heizöl im Nordosten der USA, dem Gebiet mit dem weltweit höchsten Heizölverbrauch, aufgrund einer milden Witterung um 30 Prozent niedriger als für diese Jahreszeit üblich, teilte der nationale Wetterdienst der USA mit. Derzeit gebe es am Markt viele Spekulationen über die Entwicklung des Wetters in den USA, sagte Analyst Kevin Norrish von Barclays Capital.
Allerdings würden auch die Produktionsausfälle im Golf von Mexiko weiter im Fokus der Anleger an den Ölmärkten stehen, hieß es von Experten. Die Anleger seien nach wie vor besorgt über mögliche Lieferengpässe. Nach Angaben der zuständigen US-Behörde Minerals Management Service (MMS) waren zu Beginn der Woche noch rund 68 Prozent der Förderanlagen im Golf von Mexiko außer Betrieb. Zudem würden mit vier Raffinerien an der Südküste der USA weiterhin sechs Prozent der gesamten US-Raffineriekapazitäten kein Rohöl verarbeiten.
Ferner sorgt ein Streik in der größten europäischen Raffinerie
im niederländischen Rotterdam nach Einschätzung von Experten für
Unruhe an den Ölmärkten. In der "Pernis"-Raffinerie des
niederländisch-britischen Ölkonzerns Royal Dutch Shell
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