Der britische Mobilfunkanbieter O2
In den Monaten Oktober bis Dezember unterschrieben 823.000 Menschen einen Vertrag bei O2 Germany. Die Kundenbasis lag zum Jahreswechsel damit mit 9,77 Millionen um rund ein Drittel über dem Vorjahr. In Großbritannien gewann O2 895.000 neue Kunden und erhöhte damit seine Nutzerzahl auf dem Heimatmarkt auf 15,98 Millionen. O2-Chef Peter Erskine äußerte sich zufrieden über die Entwicklung des dritten Quartals (per Ende Dezember). Alle Bereiche hätten zugelegt und O2 werde dieses Wachstums als Teil des Telefonica-Konzerns fortsetzen.
WETTBEWERB BELASTET
Wegen des Preisverfalls auf dem deutschen Mobilfunkmarkt brach der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (Arpu) von O2 Germany von 370 Euro auf 338 Euro ein. Ursache dafür ist zudem eine Senkung der Terminierungsentgelte, die den Umsatz je Kunden um 15 Euro schmälerten. Diese Entgelte erhalten Mobilfunkkonzerne für Anrufe in ihr Netz. Wegen der sprunghaft gestiegenen Kundenzahlen wuchs der Umsatz mit Mobilfunkdiensten von O2 Germany im dritten Geschäftsquartal um 17 Prozent.
Zudem sank der Anteil der Anteil der umsatzträchtigen Vertragskunden gegenüber dem Vorjahres um 5 Prozentpunkte auf nun 51 Prozent. O2 gewinnt wie seine Konkurrenten neue Kunden vor allem über Prepaid-Verträge. Die Kooperation mit dem Kaffeeröster Tchibo steuerte 153.000 neue Kunden bei - Ende Dezember hatte O2/Tchibo 593.000 Nutzer unter Vertrag.
Die spanische Telefonica will O2 für 26 Milliarden Euro übernehmen und damit die Deutsche Telekom als zweitgrößten Mobilfunkanbieter Europas ablösen. O2 ist neben Großbritannien und Deutschland auch in Irland aktiv. Die Europäische Kommission hat die Transaktion unter Auflagen bewilligt./mur/hi
ISIN GB00B05KYV34 ES0178430E18
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