Der Ölkonzern Total weigert sich offenbar, rückwirkende Steuern an das Land Venezuela zu zahlen. Die Administration unter dem linkspopulistischen Präsidenten Hugo Chavez hatte diese im vergangenen Jahr eingeführt. Dort war man der Meinung, die großen Ölmultis hätten jahrelang viel zu wenig Geld für die Ölvorkommen abgeführt. Die Regierung erlaubt zudem den Konzernen die Förderung nur noch, sofern diese Joint-Ventures mit der staatlichen Ölgesellschaft eingehen.
Insgesamt, so ein Sprecher der Regierung von Venezuela, sollen die 22 dort vertretenen Konzerne Steuern in Höhe von 363 Millionen Dollar nachzahlen. Zu den Unternehmen würden unter anderem BP, Royal Dutch Shell, Chevron und die brasilianische Petrobras gehören. Einzig die französische Total-Gruppe habe sich bisher geweigert, die nachträglichen Forderungen zu begleichen. Dies, so der Regierungssprecher, werde möglicherweise dazu führen, dass dem Unternehmen die Rechte zur Ölförderung aberkannt werden.
An der NYSE verlieren Total derzeit 1,11 Prozent auf 126,79 Dollar, während sich BP um 0,04 Prozent auf 67,12 Dollar und Chevron um 0,02 Prozent auf 55,73 Dollar verbessern können.
