Der US-Markt konnte am Donnerstag nicht mehr an die Kursgewinne vom Vortag anknüpfen. Nachdem die Umlaufrenditen der 10jährigen Staatstitel deutlich angezogen hatten und der Ölpreis noch einmal spürbar nach oben gegangen war, übten sich die Akteure mehrheitlich in Zurückhaltung. Für schlechte Stimmung sorgte insbesondere auch ein Bombenattentat in Pakistan, während sich US-Präsident Bush derzeit im Nachbarland Indien aufhält. Bushs Visite in Pakistan wird aller Voraussicht nach in zwei Tagen stattfinden.
Auch die Umsätze der Einzelhandelsketten waren relativ durchwachsen ausgefallen. So hatte etwa Wal-Mart einen recht vorsichtigen Ausblick auf den Monat März abgegeben. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wiederum waren in der Vorwoche um 15.000 auf 294.000 gestiegen; der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt sank hingegen auf das niedrigste Niveau seit 5 Jahren ab.
Der Dow Jones Index fiel angesichts dessen um 0,25 Prozent auf 11.025 Punkte, konnte die psychologisch bedeutsame 11.000-Punkte-Marke aber behaupten. Der breitere S&P 500 Index gab 0,16 Prozent auf 1289 Zähler ab; der Nasdaq Composite verlor 0,15 Prozent auf 2311 Stellen.
Gefragt waren die Titel des Netzwerkausrüsters Ciena, die nach Zahlen um 6,67 Prozent nach oben auf 4,64 Dollar sprangen. Die Autotitel litten hingegen unter den gemeldeten Zahlungsschwierigkeiten beim Zulieferer Dana. Dementsprechend gaben General Motors 2,46 Prozent auf 19,41 Dollar ab; Ford Motor verloren 3,65 Prozent auf 7,66 Dollar. Die Google-Aktie konnte sich im Zuge der Analystenkonferenz und eines positiven Kommentars von SG Cowen um 3,19 Prozent auf 376,45 Dollar erholen.
Der Euro stieg um 1 Prozent auf 1,2037 Dollar. Der April-Rohölfuture gewann 1,39 auf 63,36 Dollar pro Barrel hinzu; April-Gold verbesserte sich um 4,60 auf 570,40 Dollar je Unze.
