Die New Yorker Börse NYSE hat ein Übernahmeangebot für die Fünfländerbörse Euronext vorgelegt. Danach bieten die Amerikaner 0,98 Aktien des dann funsionierten Unternehmens sowie eine Barkomponente von 21,32 Euro je Aktie. Insgesamt entspricht das einer Bewertung von rund 9,2 Milliarden Euro oder 82 Euro je Aktie.
Damit die Deutsche Börse noch eine Chance hat, muss sie nach Einschätzung von Olaf Kayser, Analyst bei der Landesbank Rheinland-Pfalz, ein signifikant höheres Angebot abgeben, um die politischen Widerstände des Euronext-Managements zu überwinden. Angesichts der politischen Lage räumt Kayser den Amerikanern höhere Chancen ein, in Paris zum Zuge zu kommen.
Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" plant die Deutsche Börse ein Gegenangebot in Höhe von 90 Euro. Marktteilnehmer gehen aber davon aus, dass dies zu wenig sein dürfte, da ein Angebot von der Deutschen Börse als feindlich gesehen würde.
Der Verwaltungsrat von Euronext will am Montagnachmittag über das Fusionsangebot beraten. Auf der morgigen Hauptversammlung wird wahrscheinlich entschieden, mit welchem der Bieter Euronext zusammengehen wird.
