Wolfsburg (ots) - Bernd Osterloh, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG, hat in der turnusmäßigen Betriebsversammlung des Werkes Wolfsburg am Donnerstag nochmals betont, dass die Restrukturierung der Marke Volkswagen nicht einseitig zu Lasten der Belegschaft gehen dürfe. "Die Belegschaft hat ein hohes Interesse daran, die Wettbewerbsfähigkeit im Interesse der Beschäftigungssicherung nachhaltig zu stärken, aber sie ist nicht bereit, immer wieder aufs Neue Managementfehler auszubaden!"
Osterloh kritisierte insbesondere die mangelnde Perspektive für die Auslastung des Standortes Wolfsburg. Osterloh: "Volkswagen hat keine Antworten für Personalüberhänge, bietet den Kolleginnen und Kollegen keine erkennbare Perspektive und will aber gleichzeitig die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich verlängern. Das passt nicht zusammen und da werden wir auch nicht mitgehen." Zu den Sondierungsgesprächen zwischen Volkswagen und der IG Metall erklärte Osterloh, dass die Vorstellungen des Vorstandes nur zur Kenntnis genommen worden seien. Jetzt werde man wie bei der Komponentenanalyse erst einmal die vorgelegten Zahlen und Vorstellungen von Volkswagen untersuchen und bewerten.
Er forderte den Vorstand nachdrücklich auf, nach neuen Beschäftigungsperspektiven gezielt zu suchen und kreativ zu werden. "Wir verlangen Sicherheit für die Beschäftigten und fordern den Vorstand auf, umgehend mit uns über die weitere Entwicklung des Standortes Wolfsburg in konstruktive Beratungen einzutreten und nicht mit Drohungen die Belegschaft zu verunsichern."
Ein wesentlicher Bestandteil des Zukunftsprojektes Standort Wolfsburg müsse sein, "dass die Einsparungen, die erbracht werden, auch dem Standort wieder gutgeschrieben werden und nicht auf Nimmerwiedersehen irgendwo hin verschwinden". "Wir wollen Mitbestimmung, wenn es zum Beispiel um Investitionsvorhaben geht, damit nicht Fehlentscheidungen des Managements die Kraftanstrengungen der Belegschaft wieder auffressen." Der Vorsitzende des Betriebsrates klagte außerdem nachdrücklich die Zusagen aus dem Zukunftssicherungsvertrag für ein neues zusätzliches Volumenmodell ein, das Beschäftigung binde und die Auslastung der vorhandenen Kapazitäten am Standort bedeute. "Der Vorstand bekommt in der Belegschaft ein massives Glaubwürdigkeitsproblem und einen Vertrauensverlust, wenn er sich an Zusagen nicht hält."
Osterloh informierte die Belegschaft außerdem über die neue Konzern-Rahmenvereinbarung zur künftigen Entwicklung der Komponentenbereiche im Konzern. Diese Vereinbarung konkretisiert die Vereinbarung, die in Hamburg unterzeichnet wurde. "Sie ist das Bekenntnis zur strukturellen und technologischen Weiterentwicklung der Komponentenbereiche aller Konzernmarken als wesentlicher Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und der nachhaltigen Beschäftigungssicherung:" Wachstumschancen im Komponentenbereich sollen einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung des Unternehmens leisten und dort, wo es wirtschaftlich sinnvoll und beschäftigungswirksam ist, die Voraussetzungen für die Drittmarktfähigkeit schaffen. Außerdem haben die Arbeitnehmervertreter durchgesetzt, dass es im Konzernvorstand einen Konzernverantwortlichen für die Komponenten geben werde. Weiterhin regele die Vereinbarung, dass die Hausanfertigung die gleichen Chancen wie Zulieferer bei der Bewerbung um Fertigungsumfänge erhalte. "Diese Vereinba rung ist ein wichtiges Signal für Tausende von Beschäftigten, die in den Komponentenbereichen gute Arbeit leisten."
Über weitere aktuelle personalpolitische Themen informierte Eckhard Krebs, Mitglied des Betriebsausschusses des Werkes Wolfsburg.
Originaltext: VW Volkswagen AG Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=9260 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_9260.rss2
Pressekontakt: Barbara Grimm Gesamt- und Konzernbetriebsrat Brieffach 1585 38436 Wolfsburg Tel. +49 5361 927233 Fax +49 5361 932306 mailTo:barbara.grimm@volkswagen.de
Osterloh kritisierte insbesondere die mangelnde Perspektive für die Auslastung des Standortes Wolfsburg. Osterloh: "Volkswagen hat keine Antworten für Personalüberhänge, bietet den Kolleginnen und Kollegen keine erkennbare Perspektive und will aber gleichzeitig die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich verlängern. Das passt nicht zusammen und da werden wir auch nicht mitgehen." Zu den Sondierungsgesprächen zwischen Volkswagen und der IG Metall erklärte Osterloh, dass die Vorstellungen des Vorstandes nur zur Kenntnis genommen worden seien. Jetzt werde man wie bei der Komponentenanalyse erst einmal die vorgelegten Zahlen und Vorstellungen von Volkswagen untersuchen und bewerten.
Er forderte den Vorstand nachdrücklich auf, nach neuen Beschäftigungsperspektiven gezielt zu suchen und kreativ zu werden. "Wir verlangen Sicherheit für die Beschäftigten und fordern den Vorstand auf, umgehend mit uns über die weitere Entwicklung des Standortes Wolfsburg in konstruktive Beratungen einzutreten und nicht mit Drohungen die Belegschaft zu verunsichern."
Ein wesentlicher Bestandteil des Zukunftsprojektes Standort Wolfsburg müsse sein, "dass die Einsparungen, die erbracht werden, auch dem Standort wieder gutgeschrieben werden und nicht auf Nimmerwiedersehen irgendwo hin verschwinden". "Wir wollen Mitbestimmung, wenn es zum Beispiel um Investitionsvorhaben geht, damit nicht Fehlentscheidungen des Managements die Kraftanstrengungen der Belegschaft wieder auffressen." Der Vorsitzende des Betriebsrates klagte außerdem nachdrücklich die Zusagen aus dem Zukunftssicherungsvertrag für ein neues zusätzliches Volumenmodell ein, das Beschäftigung binde und die Auslastung der vorhandenen Kapazitäten am Standort bedeute. "Der Vorstand bekommt in der Belegschaft ein massives Glaubwürdigkeitsproblem und einen Vertrauensverlust, wenn er sich an Zusagen nicht hält."
Osterloh informierte die Belegschaft außerdem über die neue Konzern-Rahmenvereinbarung zur künftigen Entwicklung der Komponentenbereiche im Konzern. Diese Vereinbarung konkretisiert die Vereinbarung, die in Hamburg unterzeichnet wurde. "Sie ist das Bekenntnis zur strukturellen und technologischen Weiterentwicklung der Komponentenbereiche aller Konzernmarken als wesentlicher Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und der nachhaltigen Beschäftigungssicherung:" Wachstumschancen im Komponentenbereich sollen einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung des Unternehmens leisten und dort, wo es wirtschaftlich sinnvoll und beschäftigungswirksam ist, die Voraussetzungen für die Drittmarktfähigkeit schaffen. Außerdem haben die Arbeitnehmervertreter durchgesetzt, dass es im Konzernvorstand einen Konzernverantwortlichen für die Komponenten geben werde. Weiterhin regele die Vereinbarung, dass die Hausanfertigung die gleichen Chancen wie Zulieferer bei der Bewerbung um Fertigungsumfänge erhalte. "Diese Vereinba rung ist ein wichtiges Signal für Tausende von Beschäftigten, die in den Komponentenbereichen gute Arbeit leisten."
Über weitere aktuelle personalpolitische Themen informierte Eckhard Krebs, Mitglied des Betriebsausschusses des Werkes Wolfsburg.
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