Ulm (ots) - Aus Gaisbach kamen immer nur gute Nachrichten. Rekorde bei Umsätzen, Gewinnen und Eigenkapitalquoten gehören zu den Standards bei Würth. Ein florierendes Unternehmen, das nicht mit Sponsoring im Großen knausert und auch mal einem kleinen Verein ein paar hundert Euro zusteckt. Würth ist ein Synonym für das ausgeprägte Mäzenatentum eines kunstsinnigen Unternehmers, der fast 10 000 Werke angesammelt hat und einer lange benachteiligten Region zu Auf- und Ansehen verhilft.Seit der Durchsuchung am Donnerstag hat sich das Blatt gewendet. Weil sich die Behörden wegen der Pflicht zur Geheimhaltung in Schweigen hüllen müssen, schießen die Spekulationen ins Kraut. Neider lachen sich ins Fäustchen, manche fühlen sich bestätigt in ihrer Ansicht, dass der Erfolg doch nicht mit rechten Mitteln zustande gekommen sein könnte. Wenn allerdings stimmt, was der Patriarch beteuert, dann handelt es sich bei der Beschlagnahmeaktion um die Eskalation eines Streits unter Steuerexperten. Es geht allem Anschein nach nicht um illegale Millionentransfers in schwarze Kassen. Der Milliardär hätte derlei Tricks wohl auch kaum nötig. Die Durchsuchung im XL-Format hat dem positiven Image des Vorzeigeunternehmers Reinhold Würth bereits schweren Schaden zugefügt. Diesen Schlag ins Kontor dürfte er kaum ohne Konsequenzen hinnehmen.
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Rückfragen bitte an: Südwest Presse Lothar Tolks Telefon: 0731/156218
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