Das erste Modul der künftig leistungsstärksten deutschen Biogasanlage ist am Dienstag in der Nähe von Penkun an der deutsch-polnischen Grenze ans Netz gegangen. Bis Mitte 2007 soll die gesamte 20-Megawatt-Anlage Strom liefern, teilte die NAWARO Bioenergie AG (Leipzig) am Dienstag mit. In der Penkuner Anlage sollen erstmals in industriellem Maßstab aus Mais, Gülle und Getreide Strom erzeugt und aus den Abfällen patentierter Dünger hergestellt werden. Laut NAWARO wird die 78 Millionen Euro teure Anlage "weltweit die größte ihrer Art sein." Die Rohstoffe liefern Landwirte aus Polen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Die riesige Biogasanlage an der A 11 Berlin-Stettin (Szczecin) besteht aus 40 kreisrunden Modulen zu je 0,5 Megawatt, die gegen Einspeisevergütung Strom ins Energieversorger-Netz einspeisen. In solchen Anlagen werden Pflanzen zusammen mit Gülle in Fermentern vergoren. Dabei entsteht Biogas, das verbrannt wird. Daraus wird wie in anderen Kraftwerken Strom und Wärme gewonnen. In Penkun sollen jährlich 300.000 Tonnen Maissilage und 20 000 Tonnen Getreide verarbeitet werden. Die nächste Anlage dieser Größe soll ab 2007 im brandenburgischen Jocksdorf (Spree-Neiße-Kreis) gebaut werden, hieß es. Planungen gibt es auch für eine Anlage nahe Güstrow./ww/DP/ne
AXC0162 2006-11-28/17:14