Der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) will mit einem Gutachten die Leipziger Strombörse EEX kippen. "Ich halte die Strombörse für ein unzulässiges Kartell, das ich am liebsten beenden würde", sagte er der Zeitschrift "Capital" (21. Dezember). Sein Ministerium habe daher beim Kölner Energieexperten Axel Ockenfels ein Gutachten in Auftrag gegeben, das im Februar vorliegen solle.
"Doch schon jetzt zeigt sich, dass da nicht alles so bleiben kann, wie es ist", sagte Austermann. "Die EEX nennt sich zwar Börse, ist aber keine. Die Preisbildung ist völlig intransparent." Vor zwei Wochen hatten die Wirtschaftsminister der Länder bereits angekündigt, prüfen lassen zu wollen, wie Insidergeschäfte an der EEX künftig ausgeschlossen werden können.
Auch die EU-Kommission ermittelt wegen des Verdachts auf
mögliche illegale Preisabsprachen zwischen den deutschen
Stromversorgern. Laut "Capital" haben die Fahnder auch die
Strombörse im Visier. Erst in der vergangenen Woche war es bei
RWE
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AXC0092 2006-12-19/12:29
