Der Darmstädter Pharma- und
Spezialchemiekonzern Merck
Die bereits angekündigte Kapitalerhöhung von 2 bis 2,5 Milliarden Euro, an der sich die Familiengesellschafter mit rund 1 Milliarde Euro beteiligen sollen, sei für das erste Quartal 2007 geplant. dpa-AFX hatte unter Berufung auf Finanzkreise im November berichtet, dass die Kapitalerhöhung in der ersten Jahreshälfte 2007 über die Bühne gehen soll. Im zweiten Halbjahr will Merck dann eine Anleihe auflegen, um die zweite Tranche des Kredits zurückzuzahlen. "Es wird in jedem Fall mehr als 1 Milliarde Euro sein", so Becker.
Nach der Übernahme will Merck die Ausschüttungsquote zunächst senken: "Bislang haben wir 30 bis 40 Prozent des Konzerngewinns ausgeschüttet. Angesichts unserer Verschuldung werden wir diese Quote zunächst etwas nach unten fahren", sagte Becker. Auch nach der Übernahme von Serono seien weitere Akquisitionen möglich. "Ja, wir können akquirieren. Eigentlich können wir alles machen, solange wir unser Investment-Grade-Rating behalten."
Seit Ankündigung der Serono-Übernahme steht Merck bei den Rating-Gesellschaften auf der Watch List mit negativer Implikation. Beide Ratingagenturen hätten signalisiert, dass Merck Investment Grade behalten werde - derzeit sei Merck bei "BBB+" beziehungsweise "Baa1". Angesichts der gesunden Refinanzierung geht Finanzchef Becker davon aus, dass Merck "eine Stufe verlieren" wird./ep/sb
ISIN DE0006599905 CH0010751920
AXC0029 2006-12-21/08:40
