(NEU: Sprecheraussagen zu den Hintergründen des Verkaufs)
Von Heide Oberhauser-Aslan
Dow Jones Newswires
WIESBADEN (Dow Jones)--Der Technologiekonzern Linde hat seinen 41-prozentigen Anteil am chilenischen Industriegaseunternehmen Indura zu einem Enterprise Value von umgerechnet rund 150 Mio EUR an seinen Joint-Venture- Partner, das Familienunternehmen Inversiones Y Desarrollos (Invesa) verkauft. Wie die Linde AG am Mittwochabend mitteilte, erwartete Indura für das Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von umgerechnet etwa 160 Mio EUR und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von umgerechnet rund 40 Mio EUR.
Mit der Veräußerung erfülle Linde keine unmittelbaren Auflagen für die BOC-Transaktion, sagte ein Linde-Sprecher am Donnerstag zu Dow Jones Newswires. Sie sei vielmehr als eine "vorausschauende Maßnahme zu sehen, wegen vielleicht möglicher aufkommender kartellrechtlicher Probleme". Bei dem Joint-Venture handelt es sich seinen Angaben zufolge um eine ehemalige BOC-Aktivität. "Linde ist bereits sehr stark in Chile mit Aktivitäten vertreten", erläuterte er weiter. Der Gasekonzern habe daher die Möglichkeit, dass es in Chile einmal zu kartellrechtlichen Problemen kommen könnte, nicht ausgeschlossen.
Linde habe daher verschiedene Optionen für das Geschäft geprüft. Vor dem Hintergrund des guten Marktumfeldes und des akzeptablen Preises habe sich das Unternehmen zum Verkauf der Beteiligung entschlossen.
Im vergangenen Jahr hatte der bis jetzt in Wiesbaden ansässige Konzern den britischen Konkurrenten BOC für 12,4 Mrd EUR übernommen. Nach der Hauptversammlung am 5. Juni wird der DAX-Konzern offiziell seinen Sitz nach München verlegen.
Webseite: http://www.linde.de
-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires, +49 (0) 69 29 725 108,
unternehmen.de@dowjones.com
DJG/hoa/mim
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Von Heide Oberhauser-Aslan
Dow Jones Newswires
WIESBADEN (Dow Jones)--Der Technologiekonzern Linde hat seinen 41-prozentigen Anteil am chilenischen Industriegaseunternehmen Indura zu einem Enterprise Value von umgerechnet rund 150 Mio EUR an seinen Joint-Venture- Partner, das Familienunternehmen Inversiones Y Desarrollos (Invesa) verkauft. Wie die Linde AG am Mittwochabend mitteilte, erwartete Indura für das Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von umgerechnet etwa 160 Mio EUR und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von umgerechnet rund 40 Mio EUR.
Mit der Veräußerung erfülle Linde keine unmittelbaren Auflagen für die BOC-Transaktion, sagte ein Linde-Sprecher am Donnerstag zu Dow Jones Newswires. Sie sei vielmehr als eine "vorausschauende Maßnahme zu sehen, wegen vielleicht möglicher aufkommender kartellrechtlicher Probleme". Bei dem Joint-Venture handelt es sich seinen Angaben zufolge um eine ehemalige BOC-Aktivität. "Linde ist bereits sehr stark in Chile mit Aktivitäten vertreten", erläuterte er weiter. Der Gasekonzern habe daher die Möglichkeit, dass es in Chile einmal zu kartellrechtlichen Problemen kommen könnte, nicht ausgeschlossen.
Linde habe daher verschiedene Optionen für das Geschäft geprüft. Vor dem Hintergrund des guten Marktumfeldes und des akzeptablen Preises habe sich das Unternehmen zum Verkauf der Beteiligung entschlossen.
Im vergangenen Jahr hatte der bis jetzt in Wiesbaden ansässige Konzern den britischen Konkurrenten BOC für 12,4 Mrd EUR übernommen. Nach der Hauptversammlung am 5. Juni wird der DAX-Konzern offiziell seinen Sitz nach München verlegen.
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