Der Handy-Ausrüster Balda <BAD.ETR> hat der Übernahme von etwa hundert Mitarbeiter in eine Beschäftigungsgesellschaft zugestimmt. Der Balda-Vorstand habe dem Sozialplan der Einigungsstelle zugestimmt, teilte das Unternehmen am Dienstag in Bad Oeynhausen mit. Finanzielle Details wollte ein Sprecher auf Anfrage nicht nennen, sagte aber, etwa hundert Mitarbeiter würden zum 1. April von einer Transfergesellschaft übernommen.
Sie werden dort weiterbeschäftigt und erhalten die Möglichkeit, sich zu qualifizieren, mit dem Ziel, so bald wie möglich neue Beschäftigungsverhältnisse zu finden. Balda-Vorstand Joachim Gut sagte, die für den Arbeitsplatzabbau entstehenden Kosten lägen in dem geplanten Rahmen und seien somit in der Ergebnisvorhersage für 2006 in vollem Umfang berücksichtigt.
Beschäftigungsgesellschaften ermöglichen von Entlassung bedrohten Arbeitnehmern, sich ohne Zeitdruck nach neuen Jobs umzuschauen und weiterzubilden. Meist können die Wechselwilligen mindestens ein Jahr lang etwa 80 Prozent ihres alten Nettolohns beziehen. Je nach Familienstand übernimmt davon das Arbeitsamt 60 bis 67 Prozent als Kurzarbeitergeld.
Der Arbeitgeber muss den Unterschied sowie Sozialabgaben und Zuschüsse für die Qualifizierung bezahlen. Bei mehreren Tausend Beschäftigen würden erhebliche Kosten auf Opel zukommen - von bis zu einer Milliarde Euro für alle Sanierungsmaßnahmen zusammen genommen ist die Rede./sf/zb
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AXC0174 2007-03-06/15:51


