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31.08.2007 | 13:56
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ne-na.de/Die Eva-Kultur der Zukunft - Frauen sind auf ein langes Leben besser vorbereitet

DJ ne-na.de/Die Eva-Kultur der Zukunft - Frauen sind auf ein langes Leben besser vorbereitet

ne-na.de/Die Eva-Kultur der Zukunft - Frauen sind auf ein langes Leben 
besser vorbereitet 
 
Köln, den 31. August 2007 - Möglichst lang zu leben: Dieser Wunsch bestimmt 
seit Urzeiten das Denken der Menschen. Früher mussten sich die Erdenbürger 
oft mit einer Lebensspanne von 20, 30 oder 40 Jahren begnügen. Dies erschien 
ihnen nicht ohne Grund als zu kurz. Heute sieht die Situation völlig anders 
aus. Ein im Jahr 2007 geborenes Mädchen hat gute Chancen, über 90 Jahre alt 
zu werden. Doch der Mensch ist dafür bekannt, dass er nie zufrieden ist und 
sich immer etwas anderes wünscht. Daher erfanden die Menschen das Problem 
der Demographie. Irgendwie erscheint es schon fast obszön, wenn jemand mit 
60 Jahren in den Ruhestand geht und dann noch 20 oder 30 Jahre lebt - und 
seine Altersbezüge bezieht. 
 
,,Mit negativem Denken und Horrorszenarien haben die Leute noch nie Probleme 
bewältigt", sagt der Kölner Personalberater Marc Emde. Er ist 
Geschäftsführer der Kirch-Personalberatung http://www.kirchconsult.de und 
weiß um die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Arbeitswelt der 
Menschen. ,,In Zukunft wird es darauf ankommen, wie wir unser hoffentlich 
langes Leben sinnvoll gestalten können. Die Erwerbsbiographien werden anders 
aussehen als bisher. Als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer wird man sich 
gewisse Auszeiten nehmen, um sich um die eigenen Kinder oder 
pflegebedürftige Angehörige zu kümmern. Vielleicht wird man auch einmal über 
gewisse Zeiten ohne Arbeit sein. Die Arbeitswelt der Zukunft wird, ja muss 
durchlässiger sein. Ein Wechsel von der abhängigen Beschäftigung in die 
Selbständigkeit darf nichts Außergewöhnliches mehr sein." 
 
Emde hält daher auch nichts von starren Begrenzungen der Arbeitszeit: ,,Es 
ist ja richtig, dass die Menschen in Zukunft länger arbeiten müssen. Aber 
das muss nicht unbedingt mit 67 sein, sondern es sollte den Menschen auch 
frei stehen, bis 70 zu arbeiten. Oder warum sollte es ein Tabu sein, nach 
ein paar Jahren des Ruhestands noch einmal etwas Neues anzufangen, wenn der 
Bedarf da ist. Darauf können wir uns schon heute einstellen. Leider gehört 
es heute noch zur traurigen Realität, dass 50-Jährige trotz intensiver 
Bemühungen keinen Job mehr finden. Dieses Problem muss angegangen werden, 
denn wer mit Ende 40 keine Arbeitsstelle mehr findet, ist mit dem Risiko der 
Altersarmut konfrontiert." 
 
Ähnlich wie Emde argumentiert der Lektor und Autor Stefan Bollmann in seinem 
Buch ,,Die Kunst der langen Lebens", das im Berlin Verlag 
http://www.berlinverlage.de/autor/autorDetails.asp?navid=B&autorID=589 
erschienen ist. Bollmann zufolge sind Frauen heute schon besser auf das 
Führen eines langen Lebens vorbereitet als die Männer: ,,Die Eva-Kultur der 
Zukunft besteht nicht in der Entscheidung zwischen Beruf und Familie, 
sondern in individuellen Abweichungen von der Normalbiographie. Weibliche 
Lebensläufe sind schon seit langer Zeit durch jene Vielfalt charakterisiert, 
die viele Männer bislang als Zumutung empfanden und die heute zur 
Grundtatsache eines langen Lebens wird." So wie die Hausarbeit niemals 
aufhöre, so müsse mit dem Ausscheiden aus dem Hauptberuf auch das 
Berufsleben nicht zu Ende sein. ,,An die erste Karriere lässt sich eine 
zweite, etwa in einer gemeinnützigen Organisation oder als Selbständiger, 
anschließen, die bereits frühzeitig geplant und eine Zeitlang parallel zur 
ersten verfolgt wurde." 
 
Eine Meldung vom Medienbüro Sohn. Für den Inhalt ist das Medienbüro Sohn 
verantwortlich. 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

August 31, 2007 06:54 ET (10:54 GMT)


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