Die Deutsche Börse
Eichelmann begründete die schwarze Null für die ISE einerseits mit den Kosten für das angekündigte gemeinsame IT-System. Andererseits müsse die derzeitige kurzfristige "Übergangsfinanzierung auf eine langfristige Plattform" gestellt werden, "und auch das kostet wieder Geld", so Eichelmann. Allerdings seien diese Kosten Einmalaufwendungen, doch von deren Struktur hänge es ab, "was im laufenden und was im kommenden Jahr verbucht wird".
Nach der überraschend starken Entwicklung des Geschäfts der ISE in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres, rechnet der Finanzvorstand mit einer weiteren positiven Entwicklung. "Wir glauben, wir werden sehr gut weiter wachsen", sagte Eichelmann. Auch für das Gesamtgeschäft geht die Deutsche Börse, wie bereits mehrfach mitgeteilt, mit einer weiterhin positiven Entwicklung im laufenden Jahr. Dabei rechnet Finanzvorstand Eichelmann mit Blick auf die Finanzmarktkrise und die anhaltenden Sorgen über eine mögliche Rezession in den USA, mit einer noch etwa "ein bis zwei Quartale andauernden hohen Volatilität" an den Märkten, wie er dpa-AFX sagte.
Davon profitiere die Börse als Dienstleister ebenso wie sie etwa in der ersten Jahreshälfte 2007 von guten Konjunkturprognosen profitiert habe. "Aber es ist nicht so, dass wir uns am Leid anderer erfreuen", betonte Eichelmann. Dies seien kurzfristige Einflüsse auf das Wachstum, doch die Börse profitiere vor allem von den langfristigen Einflüssen. "Der langfristige Trend hat beispielsweise mit dem algorithmischen Handel zu tun, der permanenten Weiterentwicklung der IT", sagte er. Dabei verwies er auf die deutliche Verkürzung etwa von Abwicklungszeiten beim Xetrasystem, die von 100 Millisekunden vor zwei Jahren auf inzwischen 10 Millisekunden gesunken seien und bei der Terminbörse Eurex sogar auf 4 Millisekunden./ck/wiz
ISIN DE0005810055
AXC0163 2008-02-20/15:21
