DJ AUSBLICK/Aareal-Gewinn wegen Finanzkrise im 1Q rückläufig
Von Peter Herkenhoff DOW JONES NEWSWIRES
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Krise an den internationalen Kredit- und Immobilienmärkten hat im ersten Quartal bei der Wiesbadener Immobilienbank Aareal anscheinend kaum Spuren hinterlassen. Angesichts fehlender Engagements des MDAX-Unternehmens in Hypotheken minderer Qualität (Subprime) und strukturierten Krediten leidet Beobachtern zufolge direkt nur das Handelsergebnis unter den verringerten Bewertungen durch die Turbulenzen.
Acht von Dow Jones Newswires befragte Analysten erwarten für das Auftaktquartal im Durchschnitt einen Handelsverlust von 22 Mio EUR. Im Vorjahr hatte das Institut noch einen Handelsgewinn von 2 Mio EUR verzeichnet. Nach Ansicht von Keefe, Bruyette & Woods stammt der erwartete Verlust von Wertkorrekturen auf forderungsbesicherte Wertpapiere und auf das Anleihenportfolio.
Das Betriebsergebnis ist den Schätzungen der Experten zufolge von Januar bis März auf 22 (79) Mio EUR gesunken. Das Ergebnis nach Steuern wird von den Analysten auf 13 (51) Mio EUR fallen. Während sich der Provisionsüberschuss den Schätzungen zufolge um 5 Mio EUR auf 32 Mio EUR reduziert hat, ist der Zinsüberschuss um 11 Mio EUR auf 109 Mio EUR gewachsen. Dabei gehen die Experten von einer auf 21 (22) Mio verringerten Risikovorsorge aus.
Nach Ansicht der Deutschen Bank sind die Zielvorgaben des Managements für 2010 realistisch. Demnach soll der Return-on-Equity auf 13% steigen, und die Cost-Income-Ratio im Bankgeschäft auf unter 40% sinken und das Vorsteuerergebnis im Bereich Consulting/Services zwischen 65 und 75 Mio EUR betragen.
Große Unterschiede sehen die Analysten beim Neugeschäft. Während M.M. Warburg von einer Halbierung auf 1,1 (2,2) Mrd EUR im Vergleich zum Vorjahr ausgeht, erwartet UniCredit einen Rückgang auf 1,8 Mrd EUR. Der Rückgang beim Volumen dürfte aber zumindest teilweise durch einen Anstieg der Margen ausgeglichen worden sein.
Aareal wird die Zahlen am Mittwoch vorlegen.
Webseite: http://www.aareal.de -Von Peter Herkenhoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 116, peter.herkenhoff@dowjones.com DJG/phe/nas
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May 09, 2008 10:33 ET (14:33 GMT)
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