New York (BoerseGo.de) - Ungeachtet der Ankündigung Saudi-Arabiens und Kuwaits, mehr Öl auf den Markt bringen zu wollen, zieht der Ölpreis weiter an. Der weltgrößte Ölproduzent Saudi-Arabien stellte im Rahmen des Öl-Krisentreffens am vergangenen Wochenende in Djidda zwischen Ölproduzenten und den größten Ölverbrauchern eine Erhöhung der Fördermenge in Aussicht, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen. Auch Kuwait machte keine genauen Angaben.
Saudi-Arabien kündigte in der Vorwoche eine Förderanhebung von 200.000 Barrel auf 9,7 Millionen Barrel pro Tag an, nachdem bereits im Mai die Förderung um 300.000 Barrel pro Tag angehoben worden ist. Der saudi-arabische Ölminister Ali Al-Naimi erklärte auf dem Treffen, dass sein Länd bei Bedarf auch zur Förderung von über 9,7 Millionen Barrel in der Lage ist. Saudi-Arabien tätige Investitionen, um die Förderung anzukurbeln. Bis Ende nächsten Jahres sollen die Kapazitäten auf 12,5 Millionen Barrel pro Tag hochgefahren werden. Zudem bestehe Aussicht auf Projekte für zusätzliche 2,5 Millionen Barrel.
Dagegen lehnt OPEC-Präsident Tschakib Chelil eine Förderanhebung aller OPEC-Mitglieder ab. Der aktuelle Preis entspreche nicht den herrschenden Bedingungen zu Angebot zu Nachfrage. Für den Ölpreisanstieg seien daher vor allem Spekulanten verantwortlich.
Der Juli-Futurekontrakt für US-Leichtöl verteuert sich zur Zeit um 0,6 Prozent auf 136,16 Dollar je Barrel.
