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ots.CorporateNews: Deloitte / Konsolidierungswelle im deutschen Autohandel

DJ ots.CorporateNews: Deloitte / Konsolidierungswelle im deutschen Autohandel

München (ots) - 
 
Das Ende der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) Mitte 2010 
läutet Marktbereinigung ein / Deloitte-Studie "Automobilhandel im 
Premiumsegment" zeigt Chancen und Risiken 
 
Die Markt- und Wettbewerbssituation der deutschen Autohändler wird 
sich in den kommenden Jahren stark zuspitzen. Die Konsolidierungen zu 
"Megadealern" und zunehmende Mehrmarkenvertriebe verlangen eine 
Neuausrichtung seitens der Automobilindustrie. Auch unklare 
Rahmenbedingungen wie die Kfz-Steuerreform und steigende 
Kraftstoffpreise dämpfen die Nachfrage nach Neuwagen. Deloitte 
analysiert mit der Studie "Automobilhandel im Premiumsegment" 
mögliche Maßnahmen für mittelständisch geprägte Automobilhäuser. Vor 
allem eine bilanzielle Restrukturierung bzw. Stärkung der 
Kapitalstruktur, ein effizientes Working Capital Management sowie die 
Optimierung der Ein- und Verkaufsprozesse unterstützen die 
Stabilisierung dieses angeschlagenen Branchensegments und verbessern 
die Marktposition einzelner Betriebe. 
 
"Der Wettbewerb ist in vollem Gange - immer mehr sogenannte 
Megadealer etablieren sich als Konkurrenz zu den klassischen 
Hersteller-Niederlassungen, was zu einem höheren 
Verdrängungswettbewerb bei kleineren und mittleren Autohäusern 
führt", unterstreicht Dr. Martin Hölz, Partner und Industry Leader 
für die Automobilindustrie bei Deloitte. "Diese Entwicklung in 
Deutschland gleicht der angelsächsischen Situation, die bereits einen 
stark ausgeprägten Mehr-Markenhandel nach sich gezogen hat." 
 
Marktsituation des Autohandels 
 
Es gibt aktuell knapp 30.000 Autohäuser bzw. -händler in 
Deutschland, doch die reduzieren sich bis 2010 auf unter 25.000. Dies 
betrifft überwiegend mittelständische Automobilhäuser, deren 
Marktanteil von über 45 auf knapp 29 Prozent sinken wird. Neben 
vielen Insolvenzen werden einige in Kooperationen bzw. Netzwerken 
aufgehen, denn der Einmarkenvertrieb wird um fast 14 Punkte auf rund 
56 Prozent fallen. Neben den Volumenherstellern wie VW, Renault und 
Peugeot werden dabei auch die Premiummarken Audi, BMW und Mercedes 
ihre aktuell je etwa 1.100 Autohäuser auf unter 900 reduzieren. 
 
Unklare Rahmenbedingungen 
 
Im Käuferverhalten ist eine eindeutige Trendwende zu beobachten: 
Seit 1997 sind die privaten Zulassungen um 20,3 Prozent 
zurückgegangen - sowohl Volumen- als auch Premiumhersteller 
verzeichnen starke Absatzeinbrüche. Dies ist auf stagnierende 
Nettoeinkommen, höhere Kraftstoffpreise, die Mehrwertsteuererhöhung 
2007 und eine allgemeine Verunsicherung zurückzuführen. Und auch die 
in 2010 geplante Kfz-Steuerreform wird die Neuwagen-Nachfrage weiter 
drosseln. 
 
Veränderte Wettbewerbsituation und mögliche Lösungsvorschläge 
Sowohl der Margendruck der OEMs als auch der Preisdruck des Marktes 
bedrängen den Handel. "Das führt zu einer Marktbereinigung sowie zu 
Zusammenschlüssen und Kooperationen - die Anzahl der unabhängigen 
Kfz-Betriebe ging in den letzten zehn Jahren schon um gut 18 Prozent 
zurück. Ein stetiger Beschäftigungsabbau und steigende 
Spezialisierungs- und Qualifizierungsanforderungen an Mitarbeiter 
sind die Folge", sagt Florian Hojak, Senior Consultant 
Automobilindustrie bei Deloitte. 
 
Zur Aufrechterhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und 
Ertragslage müssen Risiken gemanagt und Potenziale verwirklicht 
werden. Vor allem Rabattschlachten und Preisnachlässe sowie 
Modellflops bergen ein hohes Risiko. Verbesserungspotenzial besteht 
in der Kostenreduktion, speziell im Bestandsmanagement und der 
Entwicklung zum Mehr-Marken-Autohaus. Auch die aktive Initiierung von 
Zusammenschlüssen sollte als Handlungsalternative (z.B. um 
Größendegressionen zu realisieren) evaluiert werden. 
 
Die Veränderungen im Marktumfeld zeigen in Kombination mit der 
chronischen Ertrags- und Eigenkapitalschwäche des deutschen 
Autohandels ihre Spuren: "25 Prozent der Autohäuser befinden sich 
bereits heute in einer Krisensituation. Bis 2015 wird ein Rückgang 
der Vertragshändler um neun Prozent erwartet. Verpassen die kleineren 
bis mittleren Betriebe in den nächsten Jahren das strategische 
Zeitfenster, wird es schwer, sich im Markt behaupten zu können", 
resümiert Florian Hojak. 
 
Die komplette Studie finden Sie unter http://www.deloitte.com/dtt/ 
research/0,1015,sid%253D13077%2526cid%253D217213,00.html zum 
Download. 
 
Deloitte Deutschland 
 
Deloitte ist eine der führenden Prüfungs- und 
Beratungsgesellschaften in Deutschland. Das breite Leistungsspektrum 
umfasst Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate 
Finance-Beratung. Mit 4.000 Mitarbeitern in 18 Niederlassungen 
betreut Deloitte seit mehr als 100 Jahren Unternehmen und 
Institutionen jeder Rechtsform und Größe aus allen 
Wirtschaftszweigen. Über den Verbund Deloitte Touche Tohmatsu ist 
Deloitte mit rund 165.000 Mitarbeitern in über 140 Ländern auf der 
ganzen Welt vertreten. 
 
Die deutsche Automobilindustrie bietet das gesamte 
Leistungsspektrum an und gehört zur Deloitte Fertigungsgruppe, welche 
weltweit rund 12.000 Mitarbeiter umfasst. Neben den 
EU-Kompetenzzentren spez. mit Deutschland gehören weitere Zentren in 
USA sowie den BRIC-Staaten zum Netzwerk. 
 
Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein 
schweizerischen Rechts, und/oder sein Netzwerk von 
Mitgliedsunternehmen. Jedes dieser Mitgliedsunternehmen ist rechtlich 
selbstständig und unabhängig. Eine detaillierte Beschreibung der 
rechtlichen Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu und seiner 
Mitgliedsunternehmen finden Sie auf www.deloitte.com/de/UeberUns . 
Copyright © 2008 Deloitte & Touche GmbH 
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten. 
 
Originaltext:         Deloitte 
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/60247 
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_60247.rss2 
 
Pressekontakt: 
Isabel Milojevic 
PR Manager 
Tel +49 89 29036-8825 
imilojevic@deloitte.de 
 

(END) Dow Jones Newswires

July 22, 2008 03:29 ET (07:29 GMT)

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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