DJ MORNING BRIEFING - Märkte (USA/Asien)
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TAGESTHEMA
Der Internetkonzern Yahoo! Inc hat im zweiten Quartal wegen gestiegener Kosten einen geringeren Nettogewinn erreicht und damit die Konsensschätzungen der Analysten verfehlt. Die Sorgen einiger Marktbeobachter, dass die Zahlen die Erwartungen noch deutlicher verfehlen, wurden hingegen nicht bestätigt.
Das Unternehmen erzielte einen Nettogewinn von 131,2 Mio USD bzw 0,09 USD je Aktie. Ohne Sonderposten fiel der Gewinn auf 0,10 USD. Der Nettoumsatz von Yahoo!, in dem Akquisitionszahlungen an andere Internetseiten nicht enthalten sind, wuchs um 8,2% auf 1,35 Mrd USD. Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten zuletzt einen Gewinn von 0,11 USD je Aktie bei einem Nettoumsatz von 1,37 Mrd USD erwartet.
Ferner hat Yahoo! die Umsatzprognose für das Gesamtjahr konkretisiert. Für 2008 rechnet das Unternehmen nun mit Erlösen zwischen 7,35 Mrd und 7,85 Mrd USD. Im April wurde noch eine Spanne von 7,2 Mrd bis 8,0 Mrd USD avisiert. Viele Analysten an der Wall Street waren besorgt gewesen, dass die Abwehr des Übernahmeversuchs durch Microsoft die Geschäfte beeinträchtigt haben könnte. Doch schlimmste Befürchtungen wurden nicht bestätigt, somit stieg die Aktie im nachbörslichen Handel um 2,8% auf 21,99 USD.
AUSBLICK UNTERNEHMEN +
In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen (Prognose Gewinn/Aktie in USD in Klammern):
- Amazon.com Inc, Ergebnis 2Q (0,26)
- ConocoPhillips, Ergebnis 2Q (3,40)
- McDonald's Corp, Ergebnis 2Q (0,86)
- PepsiCo Inc, Ergebnis 2Q (1,02)
- Pfizer Inc, Ergebnis 2Q (0,54)
- Wyeth Inc, Ergebnis 2Q (0,87)
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
16:35 DoE, Rohöllagerbestände (Woche)
PROGNOSE: -0,1 Mio Barrel
zuvor: +3,0 Mio Barrel
MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR
KONJUNKTUR/GELDPOLITIK USA
Die zwölf regionalen Banken des US Fed waren im Vorfeld der geldpolitischen Sitzung am 25. Juni besorgt über Aufwärtsrisiken bei der Inflation und Abwärtsrisiken für das Wachstum. Insgesamt zehn regionale Filialen votierten für einen unveränderten Diskontsatz von 2,25%, während sich zwei für eine Erhöhung um 25 Basispunkte aussprachen.
CARLYLE
ist mit seinem Plan, sich an einem führenden chinesischen Baumaschinenhersteller zu beteiligen, gescheitert. Die Xugong Group teilte der Börse in Shenzhen mit, ein Engagement von Carlyle komme für ihre Muttergesellschaft nicht mehr in Frage, schreibt das "WSJ".
SONY
erwartet dank des boomenden Geschäfts mit der Playstation 3 für das laufende Geschäftsjahr die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Nur eine langanhaltende Wirtschaftskrise könnte den Siegeszug der Konsole noch stoppen, erklärte Konzern-Chef Hirai.
TOYOTA MOTOR
senkt einem Zeitungsbericht zufolge ihr Absatzziel für das Gesamtjahr 2008. Wie die Zeitung "Nikkei" berichtet, rechne der Konzern nunmehr mit 9,5 Mio statt wie bisher mit 9,85 Mio verkauften Fahrzeugen. Die ungewöhnliche scharfe Herabsetzung des Absatzziels erfolgt mit Blick auf sinkende Absatzzahlen in Europa, den USA und in Japan wegen der weltweit gestiegenen Treibstoffpreise. Auch in China verlangsamt sich das Absatzwachstum.
MÄRKTE AKTUELL (7.44 Uhr)
INDIZES
zuletzt +/- % S&P-500-Future 1.275 0,1 Nasdaq-Future 1.825 0,1 Nikkei-225 13.272 0,7 Hang-Seng-Index 23.003 2,1 Straits-Times-Index 2.956 2,3
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % EUR/USD 1,5788 0,0% EUR/JPY 169,3974 0,0% EUR/CHF 1,6270 0,0% USD/JPY 107,2880 0,0% USD/CHF 1,0305 0,0% GBP/USD 1,9930 0,1% EUR/GBP 0,7922 -0,1%
ÖLPREIS (NYMEX LIGHT SWEET)
aktuell Vortag New York USD 127,70 128,42 (September-Kontrakt)
Der Ölpreis hat am Dienstag seine am Montag nur kurz unterbrochene Talfahrt wieder aufgenommen und unter 128 USD je Barrel geschlossen. Der am Dienstag auslaufende August-Kontrakt auf ein Barrel der Sorte Light Sweet Crude fiel an der New Yorker Rohstoffbörse (Nymex) um 2,4% oder 3,09 USD auf 127,95 USD, den tiefsten Schlussstand seit dem 5. Juni. Das Tagestief lag bei 125,63 USD und das -hoch bei 132,07 USD. Der ab Mittwoch führende September-Kontrakt fiel um 3,40 USD bzw 2,6% auf 128,42 USD. Händler begründeten die Abwärtsbewegung mit den schwindenden Sorgen umden tropischen Sturm Dolly, der am Montag noch als erster Bote der heranrückenden Hurrikan-Saison im Golf von Mexiko wahrgenommen wurde.
AKTIEN TOKIO (VERLAUF)
Fest - Mit dem Rückenwind der Wall Street präsentiert sich die Börse in Tokio am Mittwoch im Verlauf mit Aufschlägen. Ferner stütze der auf deutlich über 107 JPY anziehende Dollar das Sentiment, heißt es von einem Händler. Für den weiteren Tagesverlauf sehen Marktbeobachter den Index über den am Morgen (Ortszeit) durchschrittenen Tagestiefs von 13.319 Stellen. Sollte der Nikkei-225 seine Gewinne noch ausbauen können, rechnet ein Händler mit einer neuen Welle von Shorteindeckungen. Damit eröffne sich dem Index ein Kurspotenzial von 13.600 bis 13.800 Punkte, heißt es weiter. Vom festen Dollar profitieren insbesondere Exportwerte. Toyota steigen um 5,6% 4.910 JPY, Mitsubishi um 1,7% auf 184 JPY.
AKTIEN HONGKONG (MITTAGS)
Sehr fest - Der Aktienmarkt in Hongkong bewegt sich mit guten US-Vorgaben und dem fallenden Ölpreises in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 23.000 Punkten. Die Erholung bei den Raffinerietiteln und den Transportwerten falle sehr solide aus, heißt es von einem Händler. "Kurzfristig dürfte sich der Index nun in Richtung 23.500 Punkte bewegen, sofern der Ölpreis auf ein Niveau von 120 USD je Barrel zurückfalle", so der Händler weiter. Cathay Pacific fliegen mit den starken Vorgaben des US-Sektors um 5,2% auf 15,48 HKD. Die Titel der im "Downstream" tätigen Sinopec klettern um 4,8% auf 8,11 HKD.
AKTIEN SINGAPUR (MITTAGS)
Sehr fest - Übergeordnet sorgten der rückläufige Ölpreis und die guten US-Vorgaben für Kauflaune, heißt es aus dem Handel. Bis zum Ende der ersten Handelshälfte steigt der STI 2,3% auf 2.956 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit dem 7. Juli. Bei 3.000 Punkten liege nun die nächste Anlaufmarke, heißt es aus dem Handel. Bei den Immobilientiteln geht die Schnäppchenjagd unterdessen weiter. City Developments gewinnen 6,3% auf 11,44 SGD, CapitaLand 3,7% auf 5,96 SGD.
RÜCKBLICK US-MÄRKTE
US-NACHBÖRSE
Yahoo! hat im zweiten Quartal die Konsensschätzungen der Analysten verfehlt. Dennoch kletterte die Aktie bis 19.59 Uhr auf nasdaq.com um 2,8% auf 21,99 USD. VMWare verfehlte die Erwartungen der Analysten dagegen deutlich und gab darüber hinaus noch einen wenig erfreulichen Umsatzausblick. Die Titel verloren 14,4% auf 32,50 USD. E*Trade brachen um 15,6% auf 3,42 USD ein. Der Online-Broker hat im zweiten Quartal einen unerwartet hohen Verlust hinnehmen müssen. Broadcom blieb hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Die Aktie verlor 5,2% auf 26,20 USD.
NYSE-ECKDATEN
Vortag Umsatz (Aktien) 1,57 Mrd 1,21 Mrd Gewinner 2.225 Verlierer 923 Unverändert 75
INDIZES
DJIA 11.602 +1,2% S&P-500 1.277 +1,3% Nasdaq-Comp 2.304 +1,1% Nasdaq-100 1.822 +0,1%
Die Wall Street hat am Dienstag noch einmal zu einer Schlussrally angesetzt und gestützt von einem wieder deutlich fallenden Ölpreis fester geschlossen. Anleger schichteten daher ihre Positionen aus dem Rohstoffsektor in Finanz- und Konsumgütertitel um. Auch Luftfahrtaktien war stark gesucht.
"Es ist noch zu früh für mich, um davon überzeugt zu sein, dass wir schon den Boden erreicht haben", kommentierte Hugh Johnson von Johnson Illington Advisors. Für eine Bärenmarkt sei dieser bisher sehr kurz und nicht allzu stark gewesen, zeigte er sich skeptisch. Auf der anderen Seite seien die Aktien durchaus billig und es gebe kaum Anleger, die jetzt verkaufen wollten. "Es sind einfach nicht mehr viele Bären übrig", so Johnson.
TREASURYS
Änderung Rendite 10-Jährige 98- 5/32 -16/32 4,11% 30-Jährige 95-11/32 -22/32 4,67%
Angesichts deutlich ansteigender Aktienmärkte zeigen sich die Kurse der US-Anleihen im späten New Yorker Geschäft mit einer leichteren Tendenz. Händler verwiesen zur Begründung auch auf die zinspolitisch aggressiven Äußerungen des Philadelphia-Fed-Präsidenten Charles Plosser, der gesagt hatte, dass Zinserhöhungen schon bald nötig seien. Die Teuerung sei bereits "zu hoch" und nicht mehr im Einklang mit dem Ziel der Preisstabilität. Der Straffungszyklus sollte Plosser zufolge einsetzen, noch bevor sich die US-Wirtschaft wieder erholt hat. Dies wird für die Anleihemärkte als belastend eingeschätzt, weil höhere Zinsen in der Regel mit sinkenden Bond-Kursen einhergehen.
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(END) Dow Jones Newswires
July 23, 2008 01:45 ET (05:45 GMT)
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