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WG: Kommunikationswahn im Netz: Intelligente Agenten, Gigaportale und allgegenwärtige Computer werden Web-Informationsüberflutung beseitigen

DJ WG: Kommunikationswahn im Netz: Intelligente Agenten, Gigaportale und allgegenwärtige Computer werden Web-Informationsüberflutung beseitigen

ne-na.de/Kommunikationswahn im Netz: Intelligente Agenten, Gigaportale und 
allgegenwärtige Computer werden Web-Informationsüberflutung beseitigen 
 
Hamburg/Graz, 19. August 2008 - E-Mail-Fluten und grenzenlose 
Online-Informationen: Der Spiegel untersucht in seiner Titelstory ,,Macht das 
Internet doof?" die Schattenseiten der digitalen Revolution: ,,Der 
Kommunikationswahn im Netz hat verhaltensauffällige und hochnervöse 
Individuen hervorgebracht, die immer mehr erfahren und immer weniger 
wissen", so die Warnung des Hamburger Nachrichtenmagazin. Es sei so schlimm 
,,wie die globale Umweltkrise" wird der Computerwissenschaftler David Levy 
zitiert. Das ständige Senden, Beantworten und Weiterleiten häufig völlig 
belangloser Informationen führe zu jeder Menge überflüssigem E-Mail-Verkehr 
und unnötigem Info-Müll auf unseren Bildschirmen. Die Verschmutzung sei 
einfach riesengroß. Auch in der Geisteswelt brauchten wir deshalb so etwas 
Ähnliches wie geschützte Wälder und Auen. ,,Denkschutzgebiete" also, wo Ideen 
quasi abgasfrei erblühen könnten. 
 
,,Etwa 50-mal pro Tag öffnet ein typischer ,Informationsarbeiter' sein 
E-Mail-Fenster, 77-mal wendet er sich dem Instant-Messaging-Programm für den 
schnellen Versand von Nachrichten zu, nebenbei werden noch etwa 40 
Web-Seiten besucht. So hat es die US-Beratungsfirma RescueTime 
http://www.rescuetime.com errechnet, nachdem sie die Nutzerprofile von 40 
000 Angestellten untersuchte", schreibt der Spiegel. Herman Maurer, 
Professor für Informatik an der Technischen Universität Graz 
http://www.tugraz.at, lässt sich von solchen Schreckenszenarien nicht 
beeindrucken. ,,Lange vor dem Jahr 2100 werden alle Menschen jederzeit und an 
jedem Ort auf alles Wissen der Menschheit zugreifen können, ähnlich wie wir 
das heute bei materiellen Gütern können. Dieser Zugriff wird mit Geräten 
erfolgen, die stark mit den Menschen integriert sind, und wird sich auf 
Wissen beziehen das entweder aus Datenbanken kommt oder aus Dialogen mit 
Experten entsteht. Das Gehirn des Einzelmenschen wird nur noch ein 
vergleichsweise winziger Bestandteil eines gewaltigen Wissensvorrates sein, 
der durch die Vernetzung aus Milliarden von Menschenhirnen und Datenbanken 
entsteht", prognostiziert Maurer. 
 
Skeptiker, die vor einer nicht beherrschbaren Informationsüberflutung 
warnen, werden bald verstummen: ,,Am Horizont zeichnet sich bereits ab, dass 
die Informationslawine allmählich gebändigt und strukturiert werden wird zu 
sinnvollen, verlässlichen und auf die Person maßgeschneiderte 
Wissenseinheiten. Das wird geschehen über die stärkere Verwendung von 
Metadaten, von intelligenten Agenten, von vertikalen Suchmaschinen, wo 
Fachleute Informationen gefiltert und kombiniert haben, von Gigaportalen für 
die verschiedensten Anwendungsbereiche, von aktiven Dokumenten, die von sich 
aus antworten geben können", so Maurer. Bei der Wissensvernetzung und dem 
Wissensmanagement sei es erforderlicht, Wissen jederzeit und an jedem Ort 
verfügbar zu machen. 
 
,,Ich habe schon vor vielen Jahren den allgegenwärtigen Computer 
prognostiziert: nicht viel größer als eine Kreditkarte, weitaus mächtiger 
als die heutigen schnellsten Computer, mit hoher Übertragsgeschwindigkeit an 
weltweite Computernetze mit allen ihren Informationen und Diensten 
angehängt, in sich vereinigend die Eigenschaften eines Computers, eines 
Bildtelefons, eines Radio- und Fernsehgerätes, eines Video- und 
Fotoapparates, eines Global Positioning Systems, einsetzbar und 
unverzichtbar als Zahlungsmittel, notwendig als Führer in fremden Gegenden 
und Städten, unentbehrlich als Auskunfts- , Buchungs- und 
Kommunikationsgerät", erläutert Maurer. Die allgegenwärtigen Computer werden 
stärker mit dem Menschen selbst verbunden. ,,Die Miniaturisierung von sehr 
mächtigen Computern wird so weit gehen, dass man sie in das Loch in einem 
Zahn wird einpflanzen können", so Maurer weiter. Spezielle Brillen könnten 
Bilder direkt auf die Netzhaut projizieren und Ton direkt auf die 
Gehörknochen abgeben. Mit gigantischen Festplatten ließe sich das ganze 
Leben der Menschen aufzeichnen, diese seien gleichzeitig eng mit den 
Wissensbeständen anderer Menschen vernetzt. Jede Person erfahre dadurch eine 
unvorstellbare Erweiterung des eigenen Gehirns. Eine etwas zeitnaherer 
Prognose wagt Andreas Rebetzky, Director Global Information Technology des 
Technologieherstellers Bizerba http://www.bizerba.de: ,,In 20 bis 30 Jahren 
könnten beispielsweise vollständige Unternehmensinformationen auf winzigen 
Implantaten gespeichert werden. Sie könnten von unterschiedlichen Endgeräten 
ausgelesen werden, entweder von großen Touchscreens oder unterwegs per 
Sprachsteuerung über ein Armband mit Minidisplay." 
 
Das Internet der Zukunft werde nicht mehr als unspezifisches 
Empfehlungsmedium fungieren, sondern über virtuelle Assistenten Dinge 
erledigen, die uns von Alltagsproblemen befreit. meint Sprachdialogexperte 
Lupo Pape, Geschäftsführer von SemanticEdge http://www.semanticedge.de. In 
zehn Jahren werden dann die meisten Servicewünsche über Spracheingabe mit 
einem Satz erledigt: ,,,SMS an Anne: Der Flug ist verspätet, ich komme erst 
um 21:00 Uhr an' und die SMS wird sofort verschickt. ,Reservier mir einen 
Platz für den nächsten Zug nach Berlin" und die Backendsysteme des 
persönlichen Assistenten übernehmen die Online-Buchung und schicken eine SMS 
mit den Verbindungsdaten, dem reservierten Platz und einem 
Reservierungscode. ,Ich brauche noch drei Liter Milch, drei Stück Butter und 
ein Kürbiskernbrot' und der Einzelhändler an der Ecke stellt etwas zum 
Abholen zusammen oder liefert die Ware ins Haus. Beim persönlichen 
Assistenten stellt jeder selbst die Services zusammen, die er nutzen möchte. 
Für die Unternehmen wird es wichtig sein, sich auf diesen Trend einzustellen 
und eine Präsenz in der personalisierten Zusammenstellung der Dienste zu 
haben", so der Ausblick von Pape. Eine Meldung vom medienbüro.sohn. Für den 
Inhalt ist das medienbüro.sohn verantwortlich. 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

August 19, 2008 06:52 ET (10:52 GMT)

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

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