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Wall Street schließt uneinheitlich - DJIA gut behauptet

DJ Wall Street schließt uneinheitlich - DJIA gut behauptet

NEW YORK (Dow Jones)--An der Wall Street haben am Donnerstag Umschichtungen von Titeln mit Hypothekenbelastung in Rohstoffwerte zu einer gut behaupteten Schlusstendenz bei den Standardwerten geführt. Der wieder deutlich gestiegene Ölpreis und das schlechte Sentiment im Finanzsektor hatten über weite Strecken der Sitzung die Kurse im Minus gehalten. Erst in den letzten zwei Handelsstunden schaffte der Dow-Jones-Index (DJIA) den Sprung in positives Terrain.

Der DJIA für 30 Industriewerte gewann 0,1% oder 13 Punkte auf 11.430. Für den S&P-500-Index ging es um 0,2% bzw 3 Zähler auf 1.278 nach oben. Dagegen verlor der Nasdaq-Composite-Index 0,4% oder 9 Stellen auf 2.380. Umgesetzt wurden 0,91 (Mittwoch: 1,07) Mrd Aktien. Den 1.321 Gewinnern standen 1.730 Verlierer gegenüber, unverändert schlossen 89 Titel.

"Die US-Aktienmarkt hat sich im Laufe des Tages von seinen Tiefstständen erholt, aber letztlich hängt wieder alles am Öl bei einem Preis von über 121 USD", sagte ein Analyst mit Blick auf die kurzfristige Entwicklung.

Ein etwas besser als erwartet ausgefallener "Philly-Fed-Index" habe etwas Druck vom Markt genommen, hieß es. "Darüber hinaus haben Spekulationen, dass die Federal Reserve 10 Mrd USD in den angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae pumpt und J.P. Morgan für Lehman Brothers bietet, die Kurse gestützt", sagte ein Händler. Im S&P-500 erholten sich Lehman Brothers deutlich und verloren letztlich nur noch 0,1% auf 13,72 USD. Die Analysten von Ladenburg sehen in der Bank einen Übernahmekandidaten.

Aber der Zustand von Fannie Mae und Freddie Mac bleibe Thema am Markt. "Der Aktienmarkt scheint einen Zusammenbruch einzupreisen", sagte Kevin Kruszenski, Händler bei KeyBanc Capital Markets. Während sich Fannie Mae etwas vom Vortageseinbruch erholten und 10,3% auf 4,85 USD zulegten, gaben Freddie Mac weitere 2,8% auf 3,16 USD ab. Der Finanzsektor gehörte insgesamt einmal mehr zu den größten Verlierern.

"Die Citigroup hat ihre Schätzungen für die Gewinne von Goldman Sachs, Lehman Brothers und Morgan Stanley im dritten Quartal gesenkt", erklärte ein Händler. Im DJIA verbilligten sich die Papiere des weltgrößten Versicherers American International Group um 4,9 auf 19,78 USD. Bank of America gaben um 0,9% auf 29,04 USD nach, Citigroup fielen um 0,1% auf 17,47 USD und J.P. Morgan büßten 2% auf 36,26 USD ab.

Unter den ölsensitiven Papieren verbilligten sich General Motors um 2,4% auf 9,92 USD. Profiteure des neuerlichen Preissprungs des "Schwarzen Goldes" waren hingegen die Ölkonzerne. Chevron stiegen um 2,4% auf 88,52 USD und für Exxon ging es um 2% auf 80,35 USD nach oben.

Neben den Sektorwetten waren Nachrichten zu einzelnen Unternehmen hingegen Mangelware. Lediglich die Papiere von JDS Uniphase spiegelten das am Vorabend nach Börsenschluss veröffentlichte Zahlenwerk für das abgelaufene Quartal wider. Nachdem der Netzwerkausrüster mit einem Ergebnis von 0,07 USD je Aktie den Analystenkonsens von 0,10 USD verfehlt hatte, brachen die Aktien um 12,4% auf 10,42 USD ein.

DJG/DJN/flf 
 

(END) Dow Jones Newswires

August 21, 2008 17:35 ET (21:35 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
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