Ein Jahr nach dem rettenden Einstieg bei der
britischen Großbank Barclays
Katar war Barclays im Oktober 2008 beigesprungen, als die Briten
im Zuge der Finanzkrise dringend frisches Geld brauchten. Dank der
Milliardenspritze aus der Golfregion - auch Abu Dhabi machte mit -
konnte die Bank das staatliche Rettungspaket umgehen. Konkurrenten
wie die Royal Bank of Scotland (RBS)
KATAR MACHT KRÄFTIG GEWINN
Katar hatte über eine Kapitalerhöhung 2 Milliarden Pfund in Barclays investiert und sich gleichzeitig das Recht zusichern lassen, später Optionen für 1,5 Milliarden Pfund zu erwerben. Die Hälfte dieser Optionen hat Katar jetzt abgenommen und zahlt Barclays dafür rund 750 Millionen Pfund, nicht einmal die Hälfte des aktuellen Börsenkurses. Im gleichen Atemzug wandelte Katar die Optionen in Aktien und verkauft diese am Markt gleich weiter. Dadurch dürfte die Investmentholding rund 650 Millionen Pfund als Gewinn einstreichen.
Für Katar war der Einstieg ohnehin ein gutes Geschäft: Seit Jahresbeginn hat sich der Wert der Barclays-Aktie versiebenfacht. Am Dienstag gab das Papier belastet von der Verkaufsabsicht jedoch um rund 5 Prozent nach. Die 379 Millionen Aktien aus dem Optionsgeschäft sollen noch im Laufe des Tages über ein Bieterverfahren neue Besitzer finden. "Katar ist unser größter Anteilseigner und einer der wichtigsten Partner für Barlays", beruhigte Bankchef John Varley.
SPEKULATIONEN UM SAINSBURY
In London wird jetzt spekuliert, dass Katar das Geld direkt
wieder in Großbritannien investieren könnte. Konkret könne es sich
dabei um den Einzelhändler Sainsbury
ISIN GB0031348658 GB00B019KW72
AXC0066 2009-10-20/11:33
