DJ ÜBERBLICK/Konjunktur, Zentralbanken - 13.30 Uhr-Fassung
OECD senkt BIP-Prognose für Euroraum und hebt US-Prognose an
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Wachstumsprognosen für den Euroraum, Großbritannien und Japan gesenkt, jene für die USA aber angehoben. Wie die OECD in dem am Dienstag veröffentlichen Update zu der im Juni veröffentlichten Prognose für die Konjunkturentwicklung in den Industrieländern mitteilte, rechnet sie damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Euroraums 2008 um 1,3% steigen wird. Im Juni hatte sie noch einen Anstieg von 1,7% prognostiziert.
OECD-Jahresinflationsrate steigt im Juli weiter auf 4,8%
Der Preisauftrieb in den Mitgliedsländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat sich im Juli weiter verstärkt. Die Jahresteuerungsrate stieg auf 4,8% von 4,4% im Juni, wie die Organisation mitteilte. Dies sei vorwiegend auf die weiterhin hohe Teuerung bei Energie und Nahrungsmitteln zurückzuführen.
VDIK: Deutscher Pkw-Absatz bricht im August ein
Nach einem leichten Plus im Juli haben die Automobilbauer im August deutlich weniger Neuwagen in Deutschland verkauft. Gegenüber dem ohnehin schwachen Vergleichsmonat seien die Neuzulassungen mit 214.400 Wagen um 10,4% eingebrochen, wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) mitteilte.
Eurozone/Erzeugerpreise steigen im Juli um 9,0% zum Vorjahr
Die Erzeugerpreise in der Eurozone sind im Juli auf Jahressicht so stark gestiegen wie seit den 90er Jahren nicht mehr. Der Index der Erzeugerpreise der Industrie (ohne Bauwirtschaft) stieg im Vergleich zum Vormonat um 1,1% und im Vergleich zum Vorjahr um 9,0%, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat berichtete. Volkswirte hatten im Konsens ihrer Prognosen mit einem Plus von 1,3% auf Monats- und einem um 9,1% erhöhten Preisniveau auf Jahressicht gerechnet.
Britische Regierung setzt Steuer auf Hauskäufe für ein Jahr aus
Die britische Regierung setzt die Stempelsteuer bei Hauskäufen für ein Jahr aus. Die neue Regelung umfasse alle Hauskäufe bis zu einem Wert von 175.000 GBP, teilte das Schatzamt mit. Die Stempelsteuer muss beim Kauf eines Hauses vom Erwerber entrichtet werden und beträgt zwischen 1% und 4% des Kaufpreises.
IEA: "Gustav" lässt Ölanlagen im Golf weitgehend unbeschädigt
Die Internationale Energieagentur (IEA) hat erste Hinweise, dass der Hurrikan "Gustav" keine großen Schäden an den US-Ölförderanlagen im Golf von Mexiko verursacht hat. Die betroffenen Unternehmen müssten aber noch weitere Prüfungen vornehmen, sodass eine endgültige Einschätzung noch nicht getroffen werden könne, sagte ein IEA-Analyst zu Dow Jones Newswires. Im Golf von Mexiko werden täglich rund 1,3 Mio Barrel Öl gefördert.
BoJ/Shirakawa erwartet keinen scharfen Abschwung
Der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ) hat seine Ansicht bekräftigt, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Japan vorerst schleppend bleiben werde, ein scharfer Abschwung aber vermieden werden dürfte. BoJ-Gouverneur Masaaki Shirakawa sagte vor Geschäftsleuten, es müsse die Frage geprüft werden, ob die japanische Wirtschaft eine tiefe Anpassungsphase durchmachen werde. Dies sei seiner Ansicht nach eher unwahrscheinlich.
Fed/Hoenig warnt vor Ausweitung von Mandat zur Finanzstabilität
Thomas Hoenig, Präsident der Federal Reserve Bank von Kansas City, hat davor gewarnt, die jüngste Ausweitung der Notenbank-Unterstützung auf Investmentbanken dauerhaft in ein breiteres Mandat der Fed zur Wahrung der Finanzstabilität umzuwandeln. Wenn sich bei den Marktteilnehmern die Erwartung bilde, dass die Fed im Fall einer Krise einspringe, lasse das Risikobewusstsein nach, sagte Hoenig.
Unruhen in Thailand lösen Wechselkurseingriffe in Südostasien aus
Notenbanken im südostasiatischen Raum haben am Devisenmarkt interveniert, nachdem die politischen Unruhen in Thailand ihre Landeswährungen unter Druck gebracht haben. Angeführt wurden die Interventionen von der thailändischen Notenbank, die den Baht nach dem Ausrufen des Ausnahmezustands in Bangkok stützen musste.
EZB: Marginaler Zuteilungssatz Haupt-Refi-Tender 4,39%
Beim einwöchigen Hauptrefinanzierungsgeschäft der Europäischen Zentralbank (EZB) mit einem Mindestbietungssatz von 4,25% haben sich ein marginaler Zuteilungssatz von 4,39% und ein gewogener Durchschnittssatz von 4,41% ergeben. Die Bietungsspanne lag zwischen 4,25% und 4,50%, wie die EZB mitteilte. Die 411 Institute boten insgesamt 226,25 Mrd EUR, davon wurden 160,0 Mrd EUR bedient.
DJG/kth
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September 02, 2008 07:30 ET (11:30 GMT)
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