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ne-na.de/Das Handy als Werbemedium - Geräte und technische Standards bremsen die Marktentwicklung

DJ ne-na.de/Das Handy als Werbemedium - Geräte und technische Standards bremsen die Marktentwicklung

ne-na.de/Das Handy als Werbemedium - Geräte und technische Standards bremsen 
die Marktentwicklung 
 
Hamburg/Düsseldorf, 5. September 2008 - Seit einigen Jahren mischt der 
Mobilfunker E-Plus die Branche mit frechen Ideen und niedrigen Ta-rifen auf. 
Nun will das Unternehmen nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel 
in den Werbemarkt einsteigen. ,,Konsequent baute der Handy-Anbieter Tarife 
und neue Angebote aus. Auf Simyo folgte die Marke Base mit lukrativen 
Flatrate-Angeboten für die breite Masse und eine einträgliche Kooperation 
mit dem Lebensmitteldiscounter Aldi. Auch Nischenmärkte wurden besetzt. So 
entwickelte E-Plus etwa spezielle Marken und Tarife für in Deutschland 
lebende Türken oder Polen", schreibt Spiegel-Redakteur Frank Dohmen. Da 
diese Gruppen mit normalen Vertriebswegen schwerer zu erreichen seien, wurde 
auch gleich die passende Strategie dazu entworfen. 
 
,,So besuchen Verkäufer der jeweiligen Marken türkische Hochzeiten, um ihre 
Telefonkarten zu verkaufen, oder klappern während der Spargelsaison 
Bauernhöfe ab, die polnische Erntehelfer beschäftigen. Inzwischen gehören 
mehr als 30 Marken und Kooperationen zur E-Plus-Gruppe, vom Kinderangebot 
Kandy Mobile http://www.kandymobile.com über Offerten für Kunden der 
Modekette New Yorker 
http://www.newyorker.de/microsites/themenseite/?arg=de/entertainment/handy.h 
tml bis hin zu Angeboten mit dem Musiksender Viva", so der Spiegel. Die 
unkonventionellen Methoden zahlten sich aus: E-Plus konnte in den 
vergangenen drei Jahren ständig zulegen, der Umsatz stieg trotz stark 
gefallener Gesprächspreise auf inzwischen rund drei Milliarden Euro. 
 
Nun wolle sich der Handy-Konzern auch noch einen Teil der Werbeausgaben 
großer Unternehmen sichern. Mobile Endgeräte seien das ideale Medium, um 
Werbung ohne Streuverluste an den richtigen Kunden zu transportieren. ,,An 
einer solchen Lösung tüfteln die Software- und Marketingexperten des 
Konzerns seit Monaten. Entwickelt werden soll eine Art Werberegler, bei dem 
die Handy-Nutzer selbst einstellen können, welche Art von Werbung und wie 
viel davon sie wann akzeptieren. Abhängig von der eingestellten Menge sollen 
dann Gesprächstarife oder andere Entlohnungen gestaltet werden. Das Prinzip: 
Wer Werbung in Form von SMS, Bildern oder Toneinspielungen zulässt, bezahlt 
weniger Gebühren oder bekommt andere Vergünstigungen wie etwa kostenlose 
Musik-Downloads oder Frei-SMS", führt der Spiegel weiter aus. 
 
,,Im Werbemarkt neue Geschäftsmodelle einzuführen, ist nichts Neues und auch 
grundsätzlich möglich. Es ist sicher ein Versuch aus der Vergleichbarkeit 
der Angebote herauszutreten. Ob sich daraus allerdings ein Massenmarkt 
entwickeln kann, bleibt offen. Eventuell ist es vielleicht auch nur die 
Besetzung einer Nische", kommentiert Andreas Dippelhofer, Mitglieder 
Geschäftsführung des Düsseldorfer Outsourcing-Spezialisten acoreus 
http://www.acoreus.de, gegenüber NeueNachricht http://www.ne-na.de. 
 
Ob sich der Mobilfunkmarkt als attraktiver Werbeträger durchsetzen wird, 
hängt nach Expertenmeinung auch von den Endgeräten und den technischen 
Standards ab. 
 
So sei der ,,Feature-Fetischismus" bei Handyherstellern nach Ansicht von 
Voice Days-Sprecher Bernhard Steimel http://www.voicedays.de bislang eher 
abschreckend. ,,Die Geräte präsentieren sich als ultimative Alleskönner mit 
Kamera, MP3-Player, E-Mail-System und vielen anderen Anwendungen. Die 
meisten Funktionen gehen aber am Otto-Normal-Verbraucher vorbei", moniert 
Steimel. Ein Intel-Forscher habe es kürzlich auf den Punkt gebracht: ,,Mein 
Handy ist zu klein für meine Finger, wenn ich damit Filme schauen oder Mails 
lesen will." 
 
,,Bei Betriebssystemen, Bedienungsmenüs, Bildschirmgrößen, 
Einrichtungsroutinen für Software, Internetzugangstechnologien, Browsertypen 
und Mobile TV-Standards geht jeder Hersteller seinen eignen Weg, um einen 
konkurrenzlosen Standard zu setzen. Im Ergebnis springt genau das Gegenteil 
heraus. So müssen Spezialisten für die Erstellung von WAP-Seiten 
Informationen für rund 4.000 Handymodelle in ihren Datenbanken speichern", 
erklärt Jens Klemann von der Unternehmensberatung Strateco, Co-Autor der 
Studie ,,Mobile Marketing" http://www.absatzwirtschaft.de/mobile-marketing, 
die in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift ,,absatzwirtschaft" erstellt wurde. 
So lange das nicht gelöst sei, werde sich das Thema Mobile Marketing nur 
schwer etablieren. Eine Meldung vom medienbüro.sohn. Für den Inhalt ist das 
medienbüro.sohn verantwortlich. 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

September 05, 2008 07:55 ET (11:55 GMT)

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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