Bielefeld (ots) - Die Mehrwertsteuer ist die wichtigste Einnahmequelle des Bundes. Mehr als 90 Milliarden Euro fließen aus dieser Quelle pro Jahr in die Kasse von Finanzminister Peer Steinbrück. Wer hier betrügt, schwächt das Gemeinwesen - und muss bestraft werden. Im Falle der Bäckereien allerdings schießen die Finanzpolizisten allerdings über das Ziel hinaus. Soll jeder Kunde am Ende quittieren müssen, dass er seine Wurstsemmel tatsächlich erst vor der Türschwelle anbeißt, damit das Finanzamt den niedrigeren Steuersatz anerkennen darf? Mit gesundem Menschenverstand hat das nichts mehr zu tun. Das allerdings trifft auf das gesamte Mehrwertsteuersystem zu: Warum werden Esel mit 19 Prozent besteuert, Maultiere aber mit sieben Prozent? Warum ist die Steuer auf Hörbücher höher als auf Bücher? Der Irrsinn hat Methode: Für sage und schreibe 54 Produktgruppen gibt es mittlerweile Ermäßigungsregelungen. Durchblick? Fehlanzeige! Eingeführt wurde die ermäßigte Mehrwertsteuer vor 40 Jahren, um Bedarfsgüter des täglichen Lebens zu verbilligen und somit vor allem Familien und Kleinverdiener zu entlasten. Von einem Beschäftigungsprogramm für Steuerfahnder war nicht die Rede.
Originaltext: Westfalen-Blatt Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66306 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2
Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261
Originaltext: Westfalen-Blatt Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66306 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2
Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261
© 2008 news aktuell
