Die US-Notenbank (Fed) hat nach ihrer Zinsentscheidung vor Wachstumsrisiken und Inflationsgefahren gewarnt. "Die Abwärtsrisiken für das Wachstum und die Aufwärtsrisiken für die Inflation sind eine große Sorge für den Geldpolitischen Ausschuss (FOMC)", schreibt die Fed in einem am Dienstag veröffentlichten Kommentar zum jüngsten Zinsentscheid. Die Anspannungen an den Finanzmärkten hätten beträchtlich zugenommen. Die Lage am Arbeitsmarkt habe sich weiter eingetrübt.
Das Wirtschaftswachstum hat sich zuletzt offensichtlich zuletzt abgeschwächt, schreibt die Fed. Verschärfte Kreditbedingungen, die anhaltende Abschwächung am Häusermarkt und eine gewisse Abschwächung bei den Exporten dürften das Wachstum in den nächsten Monaten belasten. Die bisherigen Leitzinssenkung als auch die Maßnahmen der US-Notenbank zur Sicherung der Liquidität dürften das Wachstum jedoch fördern.
Bei der Inflation erwarte man eine Abschwächung im weiteren Jahresverlauf und im nächsten Jahr, schreibt die Fed. Der Inflationsausblick bleibe jedoch sehr unsicher. Das FOMC will die wirtschaftliche Entwicklung und die Lage an den Finanzmärkten genau beobachten und handeln, um nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Preisstabilität zu sichern. Zuvor hatte die Fed den Leitzins unverändert bei 2,0 Prozent belassen. Kein Mitglied des FOMC stimmte gegen die Entscheidung./js/he
AXC0190 2008-09-16/20:45
