GEA Group
Das schwedische Unternehmen hat mit seinem Quartalsgewinn die Erwartungen verfehlt und einen eher pessimistischen Ausblick gegeben. In Stockholm verloren die Titel daraufhin rund acht Prozent. Leicht stützend wirkte sich unterdessen Börsianern zufolge die Hochstufung von "Sell" auf "Neutral" durch Goldman Sachs aus. GEA biete viel Qualität und werde nach den Kursverlusten in den vergangenen Wochen am Aktienmarkt jetzt nicht mehr höher als die Konkurrenz bewertet, so die Analysten. Das Kursziel senkten sie dennoch von 19,90 auf 13,30 Euro.
Analyst Ulrich Scholz von Sal. Oppenheim hielt unterdessen an seiner Einschätzung "Buy" fest, senkt den fairen Wert aber von 20 auf 28 Euro. Der Experte hob insbesondere die geänderte Formulierung des Alfa Laval-Ausblicks hervor. Die Nachfrage solle nun im vierten Quartal lediglich im Rahmen oder unter dem Niveau des Vorjahres liegen. GEA habe allerdings bereits für das dritte Quartal ein Auftragswachstum in den Kernsegmenten von mindestens vier Prozent bekannt gegeben. Allerdings dürften sich die rezessiven Bedingungen in Nordamerika sowie die wachsende Schwäche im europäischen Wachstum auch in den defensiven Segmenten in denen GEA hauptsächlich tätig ist, zu einem langsameren Wachstum führen. Scholz senkte daher seine Gewinnschätzungen für das laufende und die beiden kommenden Jahre. Mit der geplanten Trennung von der Tochter Ruhr-Zink mache das Unternehmen aber einen weiteren wichtigen Schritt zur Verbesserung des Risiko-Rendite-Profils./dr/fat
ISIN DE0006602006
AXC0117 2008-10-22/13:48
