DJ Chrysler baut 1.825 Stellen ab und weitet Verlust aus
DETROIT (Dow Jones)--Angesichts der schwächelnden Nachfrage wird der Automobilhersteller Chrysler eine ohnehin geplante Werksschließung um ein Jahr vorverlegen und eine komplette Schicht in einem zweiten Werk streichen. Die Chrysler LLC, die mehrheitlich der Betiligungsgesellschaft Cerberus Capital Management LP, gehört, kündigte dazu den Abbau von insgesamt 1.825 Stellen an. Unterdessen summiert sich der Verlust des Konzerns im ersten Halbjahr auf 1 Mrd USD.
Im Werk Toledo im US-Bundesstaat Ohio, wo Dodge Nitro und Jeep Liberty gebaut werden, soll ab 2009 nur noch im Ein-Schicht-Betrieb produziert werden. Das Werk Newark, wo die Geländewagen Dodge Durango und Chrysler Aspen vom Band laufen, soll schon zum Jahresende und nicht wie bisher geplant in einem Jahr geschlossen werden. 1.825 Arbeitern sollen Abfindungen oder der vorzeitige Ruhestand angeboten werden.
Der für die Produktion zuständige Chrysler-Manager Frank Ewasyshyn sagte, die Automobilindustrie stehe vor einem historischen Umbruch. Die jetzt unternommenen Einschnitte seien zwar hart, für das langfristige Überleben des Konzerns aber unumgänglich. Chrysler setzt rund 90% seiner Produktion in den USA ab.
Chrysler bestätigte ferner einen Verlust von 570 Mio USD im zweiten Quartal. Zusammen mit dem Minus von 430 Mio USD aus den ersten drei Monaten summiert sich der Fehlbetrag im ersten Halbjahr damit auf 1 Mrd USD.
Cerberus versucht derzeit, der früheren Konzernmutter Daimler das verbliebene Fünftel Chrysler-Anteile abzukaufen. Die Nachricht von der Reduzierung der Produktion dürfte dazu beitragen, dass die Spekulationen um einen Komplettverkauf nicht abreißen werden. Nach Presseberichten soll Cerberus den Hersteller General Motors und Renault-Nissan angeboten haben.
Chrysler-President Jim Press dementierte unterdessen am Mittwochabend Gerüchte über konkrete Verkandlungen. Er sehe viele Spekulationen, aber es gebe keine Fakten, sagte er Journalisten.
Webseite: http://www.chryslerllc.com/ -Von Jeff Bennett, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 111, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/rio/brb
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October 23, 2008 09:51 ET (13:51 GMT)
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