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Verkäufe von Hedge-Fonds belasten Märkte - WSJ

DJ Verkäufe von Hedge-Fonds belasten Märkte - WSJ

NEW YORK (Dow Jones)--Hedge-Fonds stoßen Wertpapiere im Wert von mehreren Milliarden Dollar ab, da Anleger ihre Anteile einlösen und Gläubigerbanken zusätzliche Sicherheiten fordern. Dies hat zu den deutlichen Kursverlusten an den Aktienbörsen am Mittwoch und Donnerstag beigetragen, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ).

So fordern mehrere Banken von einem der größten Hedge-Fonds-Betreiber, der Citadel Investment Group, zusätzliche Sicherheiten. Damit sollen Kreisen zufolge die hohen Verluste bei den Investitionen der 16 Mrd USD verwaltenden Gruppe gedeckt werden. Der größte Citadel-Fonds hat seit Jahresbeginn 40% an Wert verloren, was das Management zu Gesprächen mit seinen Gläubigern veranlasst hat, darunter Goldman Sachs, Deutsche Bank und Merrill Lynch. Sprecher von Goldman Sachs und Deutscher Bank sagten dazu, dass Citadel ein geschätzter Kunde sei und die Geschäfte mit dem Hedge-Fonds wie gewohnt liefen.

Hedge-Fonds sind zu dem jüngsten schweren Problem für das Weltfinanzsystem geworden. Anleger, darunter Stiftungen, Pensionsfonds und wohlhabende Einzelpersonen sehen ihr Vermögen schrumpfen und lösen ihre Anteile ein. Das zwingt die Manager, Wertpapiere abzustoßen - auch in Erwartung zukünftiger Abflüsse. Gegenwärtig horten die Hedge-Fonds 400 Mrd USD Bargeld - ein Rekord. Die Verkäufe von Hedge-Fonds und Investmentfonds belasteten die Aktienkurse, sagt die Chefstrategin von Merrill Lynch, Mary Ann Bartels.

Verkäufe lösen Abwärtsspirale aus

Das führt zu einer Abwärtsspirale, in der Hedge-Fonds wenig liquide Wertpapiere wie Wandelanleihen und Unternehmenskredite verkaufen, was deren Preise drückt und zu noch größeren Verlusten und zusätzlichen Geldforderungen der Anleger und Gläubiger führt.

Teilweise sind es Wertverluste bei anderen Investitionen, die die Anleger dazu veranlassen, ihre Gelder bei Hedge-Fonds abzuziehen, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Angesichts schwerer Verluste lösen manche Hedge-Fonds Anteile nicht mehr oder nur noch eingeschränkt ein, weswegen Anleger Gelder bei Fonds mit besserer Performance abziehen. Ein Beispiel sind die Fonds von Trafalgar Asset Managers, die 3 Mrd USD verwalten. Anleger haben die Rückzahlung eines Viertels des Volumens beantragt - obwohl der Wert der meisten Trafalgar-Fonds seit Jahresbeginn gestiegen ist.

Im Schnitt haben Hedge-Fonds seit Jahresbeginn 20% an Wert verloren. Das ist weniger als der Sturz des S&P-500-Index um 34%. Seit 1990 hatten die Fonds durchschnittlich 13,8% zugelegt, während es beim S&P-Index 10,5% waren.

DJG/DJN/gei/raz 
 

(END) Dow Jones Newswires

November 07, 2008 05:30 ET (10:30 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
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