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ne-na.de/Visionäre Computer-Wolken von Google und die Warnung vor neuen Monopolen

DJ ne-na.de/Visionäre Computer-Wolken von Google und die Warnung vor neuen Monopolen

ne-na.de/Visionäre Computer-Wolken von Google und die Warnung vor neuen 
Monopolen - Cloud Computing zwischen neuer Intelligenz und Dummheit 
 
Mountain View/Berlin, 7. November 2008 - In den kommenden Jahren werden 
Computerprogrammierung, Computerarchivierung und Netzwerk-Fähigkeiten nach 
Einschätzung von Google eine exponentielle Entwicklung erfahren. ,,Neue 
Computerprogramme, von denen eine noch größere Anzahl netzbasiert sein wird 
als bisher, kommen auf den Markt, um aus diesen neuen Möglichkeiten Kapital 
zu schlagen", schreiben die Google-Forscher Alfred Spector und Franz Och im 
offiziellen Blog 
http://googleblog.blogspot.com/2008/09/intelligent-cloud.html 
[http://87.139.119.163/exchweb/bin/redir.asp?URL=http://googleblog.blogspot. 
com/2008/09/intelligent-cloud.html] ihres Unternehmens. Wie sich bereits 
heute abzeichnet, werden die Menschen mit dem ,,Cloud Computing" synchron 
agieren und eine Fülle an technischen Geräten zeitgleich nutzen: PCs, 
Mobiltelefone, PDAs und Computerspiele. Die steigende Anzahl und Vielfalt 
der Interaktionen werde das Cloud Computing nicht nur mit mehr Informationen 
ausstatten, sondern auch wertvolle Daten und Fakten über die Denk- und 
Verhaltensweise von Menschen und Systemen liefern. ,,Auf diese Weise erhalten 
Computersysteme die fantastische Möglichkeit, aus dem Kollektivverhalten von 
Milliarden Menschen Informationen abzuleiten und Erkenntnisse zu gewinnen", 
meinen die beiden Google-Manager. 
 
Computer werden intelligenter und könnten Beziehungen zwischen Objekten, 
Nuancen, Absichten, Bedeutungen und anderen tief gehenden konzeptionellen 
Informationen herstellen. ,,Wir werden in der Lage sein, unsere Systeme so 
ausreifen zu lassen, dass sie nicht nur die Charaktere unterscheiden und 
erkennen oder beispielsweise Namen in ein YouTube-Video oder Buch einspielen 
können. Sie werden zudem in der Lage sein, Handlung und Symbolik zu 
erkennen. Das potenzielle Ergebnis wäre eine Art konzeptionelle Suche, nach 
dem Motto: ,Suche mir eine Geschichte mit einer spannenden 
Verfolgungsjagd-Szene und einem Happy End'. Da es den Systemen somit 
ermöglicht wird, Informationen aus individuellen Interaktionen 
herauszufiltern, werden sie in der Lage sein, Ergebnisse zugeschnitten auf 
die Situationsbedürfnisse der Einzelperson zu liefern", führen Spector und 
Och aus. 
 
Bisher wurden Systeme, die komplizierte Probleme und Fragen lösen und 
beantworten konnten, traditionsgemäß mit dem Etikett ,,intelligent" versehen. 
Verglichen mit der ersten Generation der ,,Künstlichen Intelligenz" habe der 
neu eingeschlagene Weg besseres zu bieten: ,,Zunächst einmal wird dieses 
System in einer gigantischen Dimension umgesetzt, mit einer bis dato 
beispiellosen computerisierten Kraft und Energie durch Millionen von 
Computern. Bei der Entwicklung werden darüber hinaus Parameter 
berücksichtigt, um konkrete und nützliche Aufgaben zu lösen und zu 
verbessern. Hierzu gehören die Informationssuche, die Beantwortung von 
Fragen, die Umsetzung eines gesprochenen Dialogs, die Übersetzung von Texten 
und Reden, die Umwandlung von Images und Videos", erläutern Spector und Och. 
 
Die wolkigen Computervisionen von Google stoßen auf Widerstand: ,,Die 
Argumentation für Cloud Computing unterscheidet sich in vielen Details nicht 
von den Argumenten, die viele Jahre für Großrechner angeführt wurden, nun 
verbunden mit einer Netzversorgungsphilosophie, die neben unbegrenzten 
Übertragungskapazitäten auch unbegrenzte Rechenkapazitäten verheißt. Nach 
dem Ende der Großrechnerära wurde in den 90er Jahren von einigen 
IT-Herstellern das Network-Computing propagiert, wo die einfachen Terminals 
zwar durch Lite-PCs ersetzt wurden, aber die Applikationen aus dem Netz 
kommen. Das hatte keinen Erfolg", kontert Andreas Latzel, Deutschlandchef 
des ITK-Anbieters Aastra http://www.aastra-detewe.de 
[http://87.139.119.163/exchweb/bin/redir.asp?URL=http://www.aastra-detewe.de] 
in Berlin. 
 
Die Cloud Computing-Prediger würden verkennen, dass es komplett gegenläufige 
Trends zu großen, mächtigen Computerzentren und damit auch zu Anbietern der 
Leistungserbringer gibt. ,,Open Source etwa, wo zunehmend auch viele große 
Unternehmen auf freier, unter der Open Source Lizenz veröffentlichter 
Software aufsetzen und diese für ihre Modifikationen und Erweiterungen 
benutzen. Ob Linux, OpenOffice oder Mozilla, es gibt viele gute Gründe für 
Open Source", sagt Latzel. Ein weiteres Gegenargument sei die zunehmende 
Mobilität. ,,Es gibt keine unbegrenzte Bandbreite. Selbst in Deutschland, wo 
UMTS seit vier Jahren kommerziell verfügbar ist, lässt sich selbst mit 
Bandbreiten nach R99 nicht flächendeckend und in allen Gebäuden arbeiten, 
von schnelleren Bandbreiten nach HSDPA und LTE ganz zu schweigen. Auch 
WLAN-Hotspots sind nur begrenzt verfügbar. Somit muss jede Anwendung für die 
Geschäftswelt auch darauf ausgelegt sein, offline arbeiten zu können. Dazu 
kommt die mangelnde Zahlungsbereitschaft der Anwender, für sehr hohe mobile 
Bandbreiten zu bezahlen, so dass eher Bandbreiten in Frage kommen, die 
lediglich Anwendungsdaten übertragen, aber nicht eine zentralisierte 
Rechenleistung unterstützen", führt Latzel weiter aus. 
 
Als Skeptiker hat sich nach einem Bericht von Silicon http://www.silicon.de 
[http://87.139.119.163/exchweb/bin/redir.asp?URL=http://www.silicon.de] auch 
der Free-Software-Guru Richard Stallman http://www.stallman.org 
[http://87.139.119.163/exchweb/bin/redir.asp?URL=http://www.stallman.org] 
offenbart. Für ihn ist Cloud Computing schlicht eine ,,Dummheit". Zumal unter 
diesem Begriff nichts Neues zusammengefasst werde. Doch Stallman zieht nicht 
nur gegen alten Wein in neuen Schläuchen zu Felde: Er sieht reale Gefahren 
für die Anwender. Es könnten neue Abhängigkeiten entstehen und die Kosten 
explodieren. ,,Das Interessante am Cloud Computing ist, dass wir es so 
re-definiert haben, dass es vor allem Dinge enthält, die wir ohnehin schon 
tun", so Stallman gegenüber dem ,,Guardian". Der Begriff sei vor allem durch 
die Industrie geprägt worden. In erster Linie beschreibe es jedoch die 
Tatsache, dass die Anwender die Hoheit über ihre Computer an die Hersteller 
und Anbieter abgeben. Und diese Hersteller heißen Google, Microsoft und 
Amazon. Eine Meldung vom medienbüro.sohn. Für den Inhalt ist das 
medienbüro.sohn verantwortlich. 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

November 07, 2008 08:20 ET (13:20 GMT)

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
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